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Der Tura spielt in der ersten Halbzeit nicht schlecht, doch er fängt sich zwei späte Tore ein. Im zweiten Durchgang reicht es dann noch zum Remis.

Manchmal reichen ein paar wenige Augenblicke, und schon ist ein Spiel entschieden. Zumindest sieht es beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Manuel Rup danach aus, dass Untermünkheim das Derby gegen Satteldorf verliert. Vier schwache Minuten des Tura und ein paar überlegte Spielzüge der Gäste reichen ihnen, um mit 2:0 in Führung zu gehen. Zuerst verwertet Michael Etzel einen Freistoß aus kurzer Distanz zum 0:1 (42.). Drei Minuten später flankt Patrick Beck butterweich in den Strafraum, wo Michael Eberlein aus sechs Metern nur noch einzunicken braucht. Viele der 160 Zuschauer gehen in der Halbzeitpause davon aus, dass die Gäste die drei Punkte mit nach Hause nehmen werden.

Doch es kommt anders. Untermünkheim zeigt eine Tugend, die im Abstiegskampf von essentieller Bedeutung ist: Der Tura kämpft. Immer wieder gelingen beiden Teams nun schöne Spielzüge. Allerdings gibt es, vor allem im Mittelfeld, auch viele Missverständnisse. Man spürt den Druck, der auf den Spielern beider Teams lastet. Satteldorf und Untermünkheim stehen nur knapp vor der Abstiegszone, jeder Punkt ist wichtig. Und dieser ist ab der 50. Minute für den Tura wieder in Reichweite. Ziemlich überraschend kommt Efendi Erol am Strafraum in Ballbesitz, lässt sich auch von zwei Satteldorfern nicht beirren und verwandelt mit der Fußspitze zum 1:2.

Mittelfeldantreiber Semih Dalyanci feiert in der 66. Minute nach wochenlangen Knieproblemen sein Comeback. „Wir versuchten, den Ausgleich zu machen. Satteldorf bekam dadurch einige Konterchancen, aber da war nichts Zwingendes dabei“, sagte Weiß. Nach einem Standard fliegt der Ball einem Satteldorfer an die Hand, sicherlich ohne Absicht. Den Strafstoß verwandelt Dalyanci sicher links unten  zum verdienten Ausgleich (84.). „Schon in der ersten Halbzeit hatten wir ganz gut gespielt, aber durch den Blackout bekommen wir zwei Gegentore“, fasst Weiß zusammen. „Das war eine richtig gute Reaktion der Jungs. Man muss immer daran glauben, aber die Vergangenheit sprach nicht unbedingt für uns“, gibt der Tura-Trainer zu. „Nun wurden sie für ihren Aufwand wenigstens mit einem Punkt belohnt.“ Für ein Untermünkheimer 3:2 gab es nur noch Halbchancen, unter anderem ein paar Standards  – letztlich ohne Erfolg.

Die Tabellensituation bleibt für beide Teams angespannt. Das Restprogramm verheißt für den Tura zudem nur noch schwere Partien.

Tore: 0:1 Michael Etzel (43.), 0:2 Michael Eberlein (45.), 1:2 Efendi Erol (49.), 2:2 Semih Dalyanci (84.)
Tura: Lukas Dambach, Marian Föll (58. Kevin Reinwald), Dominik Wolf, Markus Diether (79. Benedikt Hofmann), Efendi Erol, Michael Gassner (66. Semih Dalyanci), Andreas Schlageter, Firat Dogonay, Jannis Kronmüller, Christoph Nagler, Joschka Karle

TURA I hält Abstand zu Abstiegsrängen

Das Minimalziel hat Untermünkheim erreicht: Es hat den Abstand auf Münchingen mit dem Remis gewahrt. Der Tura begann sein Gastspiel in Münchingen engagiert und war anfangs das bessere Team. Die Hausherren taten sich schwer, konnten aber einen möglichen Rückstand verhindern.

Das Minimalziel hat Untermünkheim erreicht: Es hat den Abstand auf Münchingen mit dem Remis gewahrt.

Der Tura begann sein Gastspiel in Münchingen engagiert und war anfangs das bessere Team. Die Hausherren taten sich schwer, konnten aber einen möglichen Rückstand verhindern. Nach gut einer halben Stunde folgte die überraschende Führung für den TSV. "Das war unnötig", ärgerte sich Tura-Trainer Martin Weiß.

Bis zur Pause konnten die Gastgeber den Vorsprung halten. Doch Untermünkheim zeigte Reaktion: Die Gäste ließen sich nicht abschütteln und wurden nach 67 Minuten belohnt: Firat Doganay köpfte einen Eckball zum Ausgleich ins Tor.

Danach bekamen die Zuschauer noch einiges zu sehen. "Beide Teams hatten gute Gelegenheiten. Das Spiel hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können", meinte Weiß. Kurz vor Ende hatte Münchingen noch eine glasklare Chance, doch als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, stand es Unentschieden. Münchingen war dabei nur noch zu zehnt, Sekunden zuvor gab es nämlich eine Rote Karte. Das Unentschieden sei insgesamt betrachtet gerecht, sagte der Tura-Trainer.Münchingen - Tura Untermünkheim 1:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Michele Ancona (32.), 1:1 Firat Doganay (67.)

Tura: Dambach, Föll, Wolf, Diether, Erol, Gassner, Schlageter (87. Hofmann), Doganay (81. Trumpp), Kronmüller, Nagler, Karle

Der Befreiungsschlag blieb aus: Untermünkheim verlor gestern Nachmittag mit 1:4 in Heilbronn. Die Aramäer waren deutlich torgefährlicher.

Es hätte ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt sein können. Ein Sieg bei den Aramäern hätte dem Team von Trainer Martin Weiß Luft auf die Abstiegsplätze gebracht. Doch da Kornwestheim beim 3:3 gegen Satteldorf einen Punkt holte, steht der Tura nur noch zwei Zähler vom Abstiegs-Relegationsplatz entfernt.

Dabei begannen die Gäste stark. In den ersten 15 Minuten lief es ordentlich. "Doch nach dem 0:1 waren wir bis zur Halbzeit nicht mehr präsent", sagt Weiß. Die Gastgeber hatten vier weitere gute Möglichkeiten, um bereits zur Vorentscheidung zu kommen. In der zweiten Hälfte kam der Tura dann besser in die Partie. Erol Efendi setzte sich auf dem Flügel gut durch und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort stand Onur Vural und verwertete den Ball per Vollspann.

Aber kurz darauf gab es Elfmeter für die Gastgeber. "Wir waren viel zu euphorisch", berichtet Weiß. "Und laden die Aramäer zum Kontern ein." Jermaine Wesely lief auf Jannis Kronmüller auf. "Den Strafstoß kann man geben, muss man aber nicht", sagt Weiß. "Das war wieder einmal unglücklich für uns." Konstantin Tolu verwandelte souverän zum 2:1 (60.). Kurz darauf hatte der Tura eine 100-prozentige Chance, der Ball musste nur noch ins leere Tor geköpft werden. Doch dort stand ein Aramäer und schlug den Ball weg. Weitere Konter brachten noch zwei Treffer für die Gastgeber. "Heilbronn ist nach vorne gut besetzt und nutzte die Möglichkeiten eiskalt aus. Robert Grau und Weseley bekommen wir über die gesamten 90 Minuten nicht in den Griff", sieht Weiß als Grund für die Niederlage. Sein Team habe bis auf die ersten Minuten schwach agiert und sich dann erst in der zweiten Hälfte etwas gesteigert. "Aber es darf uns nicht passieren, dass wir uns so auskontern lassen. Es ist sehr ärgerlich, wenn man den Ausgleich macht und dann doch in Konter läuft."

Die Tabellensituation wird für Untermünkheim immer bedrohlicher. "Es geht nur gegen den Abstieg. Dabei deutet es sich an, dass wir bis zum letzten Spieltag kämpfen werden müssen", vermutet Weiß.

Aram. Heilbronn - Untermünkheim 4:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Lahud Abdulahad (20.), 1:1 Onur Vural (60.), 2:1 Konstantin Tolu (68. FE), 3:1 Jermaine Weseley (85.), 4:1 Granit Mahaj (90.+2)

 

Tura I: Elfmeter als Knackpunkt

Nahe an einem Punktgewinn war Untermünkheim gegen den Tabellendritten aus Rutesheim. Am Ende trauerte Tura einem Elfmeter-Fehlschuss nach.

Die personell stark geschwächte Heimelf fand zunächst nicht zu ihrer Ordnung. So verzeichnete die SKV Rutesheim bereits in der ersten Minute einen Pfostenschuss durch den völlig frei stehenden Christopher Baake. Die Gäste blieben überlegen, aber auch Untermünkheim hatte nach einer Viertelstunde eine große Chance. Andreas Schlageter setzte das Leder völlig freistehend neben das Tor.

In der 25. Minute kombinierte sich Rutesheim reichlich ungehindert durch die Tura-Reihen. So bereitete es Steffen Hertenstein wenig Mühe, zum 0:1 einzuschießen. Zehn Zeigerumdrehungen später durfte Hertenstein wieder jubeln, als er eine Hereingabe von rechts unter die Latte hämmerte. Untermünkheim wirkte jetzt wie ein angezählter Boxer, doch das Team von Trainer Martin Weiß fand kurz vor der Pause ins Spiel zurück. Nach Pass von Firat Doganay lief Kevin Reinwald frei auf das Tor zu und verwandelte mit einem Flachschuss souverän.

Im zweiten Durchgang merkte man der Heimelf den neu geschöpften Mut an. In der 69. Minute die große Chance zum Ausgleich: Ein SKV-Verteidiger hatte die Schnelligkeit von Andreas Schlageter unterschätzt und diesen sehr ungeschickt im Strafraum abgeräumt. Den fälligen Elfmeter schoss Markus Diether zwar flach und platziert aber mit zu wenig Schwung aufs linke Eck, so dass Torhüter Marijo Milcic sicher parieren konnte. Dieses Missgeschick raubte der Heimelf sichtlich das Vertrauen auf ein Happyend. Es gelang jetzt nicht mehr, das Gästetor in Gefahr zu bringen.

Auch Untermünkheims Trainer Martin Weiß sah im verschossenen Elfmeter einen Knackpunkt. Er war zufrieden, dass sich seine dezimierte Elf nach Findungsproblemen in der Anfangsphase mit viel Moral in die Partie gekämpft hatte. Aus seiner Sicht hatten sich seine Schützlinge nicht für ihren großen Aufwand belohnt.

Tore: 0:1, 0:2 Steffen Hertenstein (25., 35.), 1:2 Kevin Reinwald (44.)

Tura: Lukas Dambach, Marian Föll (83. Benedikt Hofmann), Dominik Wolf, Markus Diether, Michael Gassner, Andreas Schlageter, Kevin Reinwald, Firat Doganay, Jannis Kronmüller, Christoph Nagler (76. Simon Trumpp), Joschka Karle

 

Es wird eng für den Tura Untermünkheim: Nach dem gestrigen 1:3 in Kornwestheim beträgt der Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz nur noch drei Punkte. Jannis Kronmüller erzielte das Ehrentor.

Die Sonntagspartie fällt unter die Kategorie "Sechs-Punkte-Spiel". Fußballer bezeichnen damit oft richtungsweisende Spiele gegen direkte Konkurrenten. In diesem Fall bedeutet das für den Tura: Gewinnt er bei Salamander, wäre dies ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Verliert er, ist er wieder mittendrin im Kampf gegen den Abstieg.

Die Gastgeber beginnen engagiert, doch gelingt den Gästen der erste Treffer. Nach 23 Minuten kann Jannis Kronmüller aus dem Getümmel heraus an vielen Abwehrbeinen vorbei das 0:1 erzielen. Der Torhüter ist zwar noch dran, aber er sieht den Ball zu spät. Untermünkheim bleibt das bessere Team und geht mit der verdienten Führung in die Halbzeit-Pause.

Der zweite Durchgang beginnt turbulent. Salamander passt steil auf Dominik Janzer. Der Ball scheint leicht durch den Tura-Torwart klärbar. Doch der schießt Janzer an. Der Ball prallt nach vorne und der Kornwestheimer schiebt das Spielgerät ins leere Tor (47.).

Die Fantruppe des Gastgebers spult nun routiniert ihr Gesangsprogramm ab - und legt in der 65. Minute lautstärkemäßig noch einen drauf: Der Schiedsrichter entscheidet auf Strafstoß. Beide Trainer sagen nach der Partie, dass diese Entscheidung als umstritten anzusehen ist. Janzer ist das egal, er verwandelt souverän zum 2:1. Es geht weiter hoch her. Der Unparteiische übersieht im Mittelfeld ein vermeintliches Foul, in dessen Folge eine klarere Elfmetersituation entstünde als kurz zuvor. Diese wird aber nicht gepfiffen. Theoretisch hat Kornwestheim Platz für Konter, in der Praxis werden die nicht gesehen. Der Gastgeber steht tief und verstärkt die Abwehr. Nach einer Ecke für den Gast spielt Salamander den Konter konsequent aus. Baba Mbodji bekommt den Ball an der Mittellinie, ist schneller als alle anderen, und über den Pfosten geht der Ball ins Tor. Alex Pavlovic, inoffizieller Tura-Co-Trainer, sagt: "Die erste Halbzeit war okay. Danach machten wir weniger und hatten bei den zwei ersten Gegentoren Pech."

Kornwestheim - Untermünkheim 3:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Jannis Kronmüller (23.), 1:1, 2:1 Dominik Janzer (47., 65.), 3:1 Baba Mbodji (92.)

Tura: Janis Baumann, Christoph Nagler, Dominik Wolf, Michael Gassner, Onur Vural (64. Joschka Karle), Andreas Schlageter, Kevin Reinwald (73. Marian Föll), Efendi Erol, Markus Diether (83. Simon Trumpp), Jannis Kronmüller, Firat Dogonay

Backnang und Tura kämpfen mit dem Platz

Es war ein langweiliges 0:0, das die 150 Zuschauer am Ostersamstag in Untermünkheim sahen. Wenigstens bemühten sich beide Teams um Zählbares.

Nach der Partie waren die Trainer des Tura Untermünkheim und von Landesligist Viktoria Backnang mit dem einen Punkt zufrieden. Beide begründeten dies unabhängig voneinander - wenigstens zum Teil - mit den Platzverhältnissen. Zwar sei der Rasen in Untermünkheim frisch grün gewesen. Aber bei näherer Betrachtung erwies er sich als uneben und übersät mit teils tiefen Löchern. Der Grund war nicht beim Tura-Platzwart zu suchen. Direkt vor der Landesliga-Partie wurde das Spiel in der Kreisliga A1 zwischen dem Tura 2 und dem TSV Neuenstein (1:2) ausgetragen. Dadurch hatte der Rasen empfindlich gelitten.

Fast wäre dem Gast, dem Tabellennachbarn Viktoria, ein schnelles Führungstor gelungen. Es grenzte für viele Tura-Fans an ein Wunder, dass der Ball trotz bester Möglichkeiten aus kurzer Distanz den Weg nicht ins Tor fand. Zuerst reagierte Torwart Lukas Dambach in der 9. Minute glänzend. Den Abpraller nahm ein Backnanger aus sieben Metern direkt, der Ball wurde aber kurz vor der Linie von einem Untermünkheimer geblockt. Beim Nachschuss stand der nächste Viktoria-Akteur frei und hämmerte das Leder an den Pfosten. Dies bleibt über die gesamten 90 Minuten die aufregendste Szene. Das meiste spielte sich im Mittelfeld ab und war auf beiden Seiten von vielen Fehlern geprägt. In der zweiten Halbzeit sorgte Viktor Ribeiro für einige gute Aktionen. Der Backnanger mit der Nummer 27 war nur schwer vom Ball zu trennen und zog öfters Richtung Tura-Strafraum (59., 78.). Aber die Abwehr der Gastgeber passte auf, konnte den Ball wegschlagen oder Ribeiro abdrängen. "Wir haben nicht schlecht gespielt", sagt Tura-Trainer Weiß. "Backnang stand sehr kompakt."

Das ist ein Ausrufezeichen: Der Tura Untermünkheim gewinnt mit 5:1 beim TSV Eltingen und vergrößert so den Abstand zu den Abstiegsrängen deutlich.

Ein bisschen Stolz ist aus Martin Weiß' Stimme herauszuhören: "Wir hatten in der Winterpause einige namhafte Abgänge. Da haben viele gedacht, dass wir jetzt ganz unten reinrutschen werden", so der Tura-Trainer. "Doch die Mannschaft funktioniert besser als in der Vorrunde - und jeder trägt dazu bei", schließt Weiß das Lob für sein Team ab.

Untermünkheim ist mit dem 5:1 in Eltingen ein großer Schritt gelungen. Der TSV verharrt mit 18 Punkten auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Der Tura hat 26 Zähler und damit ein gewisses Polster aufgebaut.

Schon nach zwölf Minuten führten die Gäste mit 2:0 dank der Treffer von Andreas Schlageter und Michael Gassner. "Alle Tore waren gut herausgespielt. Sicher hat uns die frühe Führung etwas in die Karten gespielt, doch wir hatten auch etwas Glück." Denn Eltingen hatte einige gute Möglichkeiten, vergab diese aber. "Wir haben im Gegensatz zu den Spielen zuvor nicht mehr so konsequent gegen den Ball gespielt", monierte Weiß. Doch diesmal blieb das unbestraft.

Umgekehrt nutzte Untermünkheim die sich bietenden Gelegenheiten nach der Pause. Schon nach 70 Minuten stand der Endstand fest, Firat Doganay und Michael Gassner trafen je zweimal. Für Gassner waren es die ersten Treffer überhaupt im Trikot des Tura Untermünkheim.

"Vielleicht ist der Sieg um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen, aber er war dennoch absolut verdient", urteilte Weiß auf der Heimfahrt.

Als Achter steht der Tura nun im gesicherten Mittelfeld und kann am kommenden Samstag sich zu Ostern selbst beschenken. Viktoria Backnang wird zu Gast sein. Die Viktoria steht einen Platz vor dem Tura. Zwar hat sie drei Punkte Vorsprung, aber das schlechtere Torverhältnis. Mit einem Sieg könnte der Tura einen weiteren Platz gutmachen.

Tore: 0:1 Andreas Schlageter (3.), 0:2 Michael Gassner (12.), 1:2 Florian Feigl (39., Foulelfmeter), 1:3 Firat Doganay (52.), 1:4 Michael Gassner (66.), 1:5 Firat Doganay (70.)

Untermünkheim: Lukas Dambach, Dominik Wolf, Markus Diether (74. Marian Föll), Efendi Erol, Michael Gassner, Andreas Schlageter, Firat Doganay (77. Simon Trumpp), Kevin Reinwald (59. Joschka Karle), Jannis Kronmüller, Christoph Nagler, Onur Vural.

 

Ein unterhaltsames wenn auch nicht immer hochklassiges Lokalderby endet mit einem leistungsgerechten Remis. Die Stürmer nutzen ihre Chancen nicht.

Beide Kontrahenten begannen sehr kontrolliert, wobei Crailsheim zunächst ein leichtes Übergewicht verzeichnete. Nach zehn Minuten Pech für die Horaffen, als der Ex-Turaner Jan Schreiner im Anschluss an eine Ecke per Kopf nur die Latte traf. Die Heimelf versteckte sich keineswegs und kam Mitte der ersten Hälfte zu ihrer ersten Großchance. Nach Flanke von Andreas Schlageter verfehlte Christoph Nagler aus kurzer Distanz das Tor. In der Folge war Untermünkheim stärker am Drücker. Insgesamt hatten beide Defensivreihen das Geschehen aber im Griff und brachten die Begegnung ohne Gegentor in die Pause.

Nach Wiederbeginn kam die Heimelf mit viel Elan aus der Kabine. Bis auf zwei kleinere Torannäherungen hatte dies aber keine Folgen. Mitte der zweiten Hälfte standen beide Teams kurz vor dem Torerfolg. Zunächst verfehlte ein Kunstschuss von Michael Gassner nur knapp den Winkel des Crailsheimer Tores. Im Gegenzug zögerte auf Seiten der Horaffen Schreiner zu lange, um den Angriff erfolgreich abzuschließen. Auf Seiten der Gäste waren mit Pascal Hopf und Andrey Nagumarnov zwei hochkarätige Akteure frisch in der Partie, so dass sich das Geschehen wieder mehr in Richtung des Tura-Gehäuses verlagerte. Es folgte eine Schlussphase, in der beide Teams den Siegtreffer auf ihre Weise erreichen wollten. Crailsheim baute Druck auf und Untermünkheim lauerte auf schnelle Konter. Die Gäste verzeichneten ein Abseitstor und eine gute Kopfballchance für Pascal Hopf, ehe sich in der letzten Sekunde des Spiels die "Mutter aller Chancen" für den Tura eröffnete. Nach Flanke von Efendi Erol hatten die Gastgeber gleich mehrere Male das Siegtor auf dem Fuß, ehe der Ball über das Tor gelöffelt wurde. Pechvogel war der eingewechselte Kevin Reinwald, als er den Ball nicht am stark reagierenden Thomas Weiß vorbei brachte.

Tura-Trainer Martin Weiß war zufrieden mit seiner Elf. Seine Spieler hatten dem ambitionierten Lokalrivalen ein ausgeglichenes und intensives Duell geliefert. Spielerische Unzulänglichkeiten beim verdienten Unentschieden waren für ihn den schwierigen Platzverhältnissen geschuldet.

Tura: Lukas Dambach, Dominik Wolf, Markus Diether (75. Benedikt Hofmann), Michael Gassner, Efendi Erol, Semih Dalyanci (78. Kevin Reinwald), Andreas Schlageter, Firat Doganay (87. Simon Trumpp), Jannis Kronmüller, Christoph Nagler (62. Joschka Karle), Onur Vural

 

 

TuraI: Nach der Pause geht es rund

Mit frischem Wind von der Bank fährt der Tura einen Pflichtsieg gegen das Schlusslicht FV Ingersheim ein. Dabei sahen die Zuschauer bis zur 57. Minute eine magere Darbietung der Kochertäler.

Die keineswegs brillant aufspielenden Gäste waren im ersten Durchgang das bessere Team. Viele leichte Fehler unterbanden so gut wie jeden Tura-Spielfluss. Ein noch größeres Ärgernis für die Gastgeber war, dass auch kämpferisch nichts ging. Ingersheim eroberte sich den Großteil der zweiten Bälle und verzeichnete so ein leichtes Übergewicht. Nach einer halben Stunde tauchte Gästestürmer Kleonikos-Klevis Priftis frei im Strafraum der Heimelf auf, überspielte den letzten Verteidiger und schoss flach zum 0:1 ein. Das Schlusslicht brachte gegen weiterhin ratlose Untermünkheimer die Führung sicher in die Pause.

Tura-Trainer Martin Weiß musste reagieren und wechselte zu Beginn der zweiten Hälfte mit Michele Varallo und Semih Dalyanci zwei namhafte Akteure ein. Bis zur 57. Minute tat sich nicht viel, ehe Varallo nach Pass von Dalyanci frei an Keeper Tom Reichert scheiterte. Der Stürmer musste sich nur ein paar Augenblicke lang grämen, dann drückte er eine Flanke aus kurzer Distanz ins Netz.

Fünf Minuten später luchste Varallo einem Gästeverteidiger das Leder ab und traf von der Strafraumgrenze zum 2:1. Sofort im Gegenzug der Ausgleich: Ein flacher Ball von der linken Seite rutschte im Strafraum zum am langen Pfosten lauernden Bashkim Susuri durch, der ohne Mühe traf. Nun kamen die Minuten des zweiten Tura-Jokers Semih Dalyanci. Erst verwandelte er in der 65. Minute einen Handelfmeter, dann legte er zweimal aus kurzer Distanz zum Hattrick nach. Die Treffer zum 4:2 und 5:2 waren uneigennützig von Michele Varallo und Onur Vural vorgelegt. Die Schlussminuten verliefen turbulent mit dicken Chancen, aber auch Patzern auf beiden Seiten. Ein FV-Treffer von Vassilios Kostaki beendete eine spektakuläre, wenn auch nicht hochklassige Partie.

Tura-Trainer Martin Weiß freute sich natürlich über den Sieg. Er war mit der Darbietung seiner Mannen bis zum Ausgleich nicht zufrieden. Am Ende hatte die Qualität seiner Bankspieler wichtige drei Punkte beschwert.

Tore: 0:1 Kleonikos-Klevis Priftis (30.), 1:1, 2:1 Michele Varallo (57., 62.), 2:2 Bashkim Susuri (63.), 3:2, 4:2, 5:2 Semih Dalyanci (65. Handelfmeter, 69., 74.), 5:3 Vassilios Kostakis (85.)

Tura: Lukas Dambach; Heiko Kandler; Christoph Nagler; Markus Diether; Engin Olgun (46. Semih Dalyanci); Michael Gassner; Andreas Schlageter; Jannis Kronmüller; Firat Doganay (77. Simon Trumpp); Kevin Reinwald (46. Michele Varallo); Onur Vural (83. Vedran Celiscak)

 

Tura I gewinnt 2:0 gegen Schluchtern

Zwei späte Tore bringen Untermünkheim den 2:0-Erfolg gegen Schluchtern. Der eingewechselte Michele Varallo trifft bereits nach sieben Minuten.

Fußball kann ein sehr langweiliges Spiel sein, er kann sich aber auch fesselnd und hochdramatisch präsentieren. All das bekamen die doch wenigen Zuschauer auf dem Sportgelände in Untermünkheim zu sehen. Die erste Hälfte gestaltete sich vorsichtig ausgedrückt ereignisarm und spielerisch bescheiden, was der Tura-Trainer Martin Weiß nach Spielende genau so sah. Seinem Team gelang es selten, den Ball über mehr als drei Stationen unfallfrei zu spielen, aber auch die Gäste stellten sich nur unwesentlich geschickter an. So entwickelte sich bei trübem Novemberwetter ein äußerst tristes Gekicke. Die einzig gute Gelegenheit vor dem Pausentee verzeichnete Gästetorjäger Tobias Zakel, als er das Leder technisch anspruchsvoll verarbeitete und dann freistehend über das Tor der Heimelf schoss. Ansonsten gelang auch dem etwas überlegenen SV Schluchtern so gut wie nichts, so dass beide Team mit dem einzig angemessenen Spielstand von 0:0 in die Pause entlassen wurden.

Nach Wiederbeginn begann die Heimelf etwas lebhafter und kam nach 52 Minuten zur ersten Chance durch einen relativ problemlos parierten Heber von Firat Doganay. Eine knappe Stunde war gespielt, als sich die Defensive der Untermünkheimer einen ganz dicken Klops leistete. Der durch die ansonsten guten Innenverteidiger in Szene gesetzte SVS-Stürmer Tobias Zakel brachte den Ball freistehend nicht an Tura-Keeper Lukas Dambach vorbei. Beiden Kontrahenten kam dann die Erkenntnis, dass an diesem Tage ein Remis nicht das Optimum sein konnte, so dass sie die Defensive lockerten und offensiv nach dem Sieg suchten. Jetzt sahen die Fans einen attraktiven Schlagabtausch und es waren Chancen hüben wie drüben zu verzeichnen. Die beste der Kochertäler brachte Kevin Reinwald Mitte der zweiten Hälfte nicht im Tor unter. Ein vom Torwart unterschätzter Heber von Michael Gassner war am Lattenkreuz gelandet, der völlig frei stehende Reinwald kam beim Abstauber nicht am Schluchterner Torspieler Fabian Guttleber vorbei. Heimcoach Martin Weiß wollte den Sieg und wechselte mit dem Rekonvaleszenten Michele Varallo zwölf Minuten vor Schluss einen zweiten Stürmer ein. Diesen nahm man zunächst gar nicht wahr, ehe fünf Minuten vor Schluss der Ball im Netz zappelte. Varallo hatte bei einem Konter am linken Strafraum seinen Gegenspieler ausgetrickst und den Ball mit viel Klasse ins lange Eck geschlenzt. Die nun folgenden Versuche der Gäste verpufften relativ harmlos, dann beseitigte Onur Vural eine Minute vor Schluss die letzten Zweifel. Bei einem weiteren schnellen Gegenstoß des Tura ließ er in einer Eins-gegen-Eins-Situation den Verteidiger stehen und nagelte das Spielgerät in den Winkel des langen Ecks. Die Partie war jetzt durch, was der Tura nach den letzten, trotz passabler Leistungen nicht wirklich erfolgreichen Wochen auch irgendwie verdient hatte.

Trainer Martin Weiß war dementsprechend zufrieden mit seinen Mannen. Ihm waren zwar die vielen Fehlpässe im ersten Durchgang nicht entgangen, doch er freute sich über die Leistungssteigerung im Fortgang der Partie. Aus seiner Sicht hatte sein Team ein Spiel gewonnen, das sich zu beiden Seiten hätte neigen können. Daran hatte der Coach durch seine offensiven und mutigen Wechsel einen nicht unerheblichen Anteil. Allerdings hat sich die angespannte Tabellensituation nicht verändert, da auch Abstiegskonkurrent Fellbach gewann.

Lesen Sie hier weiter: 90 Minuten mit Lukas Dambach.

Tore: 1:0 Michele Varallo (85.), 2:0 Onur Vural (89.)

Tura: Lukas Dambach, Heiko Kandler (78. Simon Trumpp), Christoph Nagler, Markus Diether (78. Michele Varallo), Engin Olgun (60. Semih Dalyanci), Michael Gassner; Andreas Schlageter, Jannis Kronmüller, Firat Doganay, Kevin Reinwald (68. Vedran Celiscak), Onur Vural Schiedsrichter: Andreas Wieczorek (Stuttgart)

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