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1. Mannschaft

Tura I verpatzt Rückrundenauftakt

Die Partie begann denkbar ungünstig für den Tura. Nach einem weiten Schlag der Gäste auf den linken Flügel war der Ball sehr lange unterwegs und konnte doch nicht geklärt werden. Dominik Parham nahm das Leder auf, ließ einen Gegenspieler aussteigen und traf in der 7. Minute per Flachschuss ins kurze Eck.

Die Heimelf wirkte geschockt und brauchte bis Mitte der ersten Hälfte, um wieder ins Spiel zu kommen. Die Metin-Schützlinge waren immer bemüht und gaben kämpferisch alles. Jedoch agierte die Mannschaft speziell im Offensivspiel oft zu umständlich und harmlos. Ein Schuss von Firat Doganay über das Tor blieb die gefährlichste Tura-Aktion eines insgesamt wenig kurzweiligen ersten Durchgangs.

Vural verwandelt Freistoß

Nach Wiederbeginn entwickelte sich auf schwer bespielbarem Rasen zunächst eine Partie, die wenig nach Landesliga-Fußball aussah. Wie bei einem Flipperspiel sprang der Ball oft zwischen den Mannschaften hin und her.

Erst nach einer Stunde Spielzeit kamen beide Teams zu so etwas wie Halbchancen. Danach bekam Untermünkheim zwei Freistöße zugesprochen. Der erste Versuch von Onur Vural blieb harmlos. Dafür machte es Vural eine gute Viertelstunde vor Schluss umso besser. Aus halbrechter Position zirkelte er das Leder sehenswert in den Torwinkel.

Jetzt sprach das Momentum für den Tabellenletzten. Die Untermünkheimer hatten Pech, als ein Schussversuch von Edwin Wilhelm im letzten Augenblick geblockt wurde. Dann die Szene, welche die Gemüter beim Gastgeber am Meisten erregte. Obwohl das Leder aus Tura-Sicht noch gar nicht im Aus war, sprach der Referee Schornbach in Höhe der Mittellinie einen Einwurf zu. Der folgende Angriff wurde nicht konsequent verteidigt und am Ende der Aktion lag der Ball im Netz. Der kurz zuvor eingewechselte David Milojkovic hatte für Schornbach erhöht. Im Anschluss daran wurde der protestierende Mutlu Metin von der Trainerbank verwiesen.

Seine Elf versuchte noch einmal alles und stand in der 90. Minute dicht vor dem Ausgleich, doch Firat Doganay traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Bei der letzten Tura-Aktion war Andreas Schlageter der Torerfolg auch nicht mehr vergönnt, dann war eine weitere bittere Niederlage für die aufopferungsvoll kämpfende Heimelf perfekt.

 Nach der Partie fand das Schiedsrichtergespann um Jan Streckenbach nicht nur in den Augen des fachkundigen Untermünkheimer Publikums keine Gnade. Auch Trainer Mutlu Metin war der Ansicht, dass die Referees Einfluss auf den Ausgang der Partie genommen hatten. „Der Ball war ganz klar nicht über der Auslinie“ war seine Meinung zum Einwurf vor dem Siegtreffer. Außerdem störten ihn viele kleine Entscheidungen, welche die Unparteiischen falsch getroffen hätten.

 

Untermünkheim – Schornbach     1:2

Tore: 0:1 Dominik Parham (7.), 1:1 Onur Vural (73.), 1:2 David Milojkovic (78.)

Tura: Yannic Weiß, Marian Föll, Edwin Wilhelm (82. Erhan Ilmekli), Anil Öztürk, Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter, Erzon Behluli (68. Vincent Butzer), Alexander Dreiling (82. Oscar Douty), Onur Vural, Joschka Karle (68. Daniel Papadopoulos)

Tura übernimmt rote Laterne

Eine ärgerliche Niederlage beschert dem Tura Untermünkheim die Rückkehr der roten Laterne. Dabei stellte sich mit dem Neuling aus Pflugfelden ein schlagbarer Gegner vor. Wie die meisten Anhänger der Kochertäler haderte Trainer Mutlu Metin vor allem mit den ersten zehn Minuten. Zweimal lief Firat Doganay völlig frei aufs Tor der Gäste zu und brachte den Ball nicht an Keeper Gerrit Heß oder einem auf der Linie stehenden Abwehrspieler vorbei.

Dann entwickelte sich eine Partie, in der für beide Teams locker jeweils mindestens fünf Treffer möglich gewesen wären. Nach einer knappen halben Stunde brachte Dimitris Karagiannis den Aufsteiger in Führung. Ein schönes Zuspiel von Marco-Michele Greco musste Karagiannis nur noch über die Linie drücken. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Erkan Orak vom Elfmeterpunkt aus auf 0:2.

 Nach dem Pausentee kam die Heimelf sehr entschlossen aus der Kabine und musste in der 51. Minute die nächste kalte Dusche hinnehmen. Durch ein Kontertor von Nico Sciemenes stellte Pflugfelden das Ergebnis auf 0:3. Untermünkheim traf kurze Zeit später zum Anschluss: Nach einem Freistoß und anschließender Verlängerung schob Oskar Douty das Leder ins lange Eck. In der Folge spielten sich vor beiden Toren haarsträubende Szenen ab. Der Tura vergab zum Teil sehr kläglich den zweiten Torerfolg. Auf der anderen Seite verschenkte der Gast gegen einen überragend haltenden Yannic Weiß mehrmals die endgültige Entscheidung.

So blieb es beim 1:3 und großer Enttäuschung in Untermünkheim. Trainer Mutlu Metin war sichtlich bedient. Auch aus seiner Sicht hätte in der Anfangsphase der Führungstreffer gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe fallen müssen. Ein Sonderlob verteilte Metin an Yannic Weiß, der Stammkeeper Lukas Dambach im Tura-Tor glänzend vertrat. stb

 

Untermünkheim – Pflugfelden 1:3

Tore: 0:1 Dimitris Karagiannis (29.), 0:2 Erkan Orak (45.), 0:3 Nico Scimenes (51.), 1:3 Oskar Douty (59.)

Tura: Yannic Weiß, Marian Föll, Edwin Wilhelm (74. Erhan Ilmekli), Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter, Erzon Behluli (62. Kevin Reinwald), Oskar Douty, Alexander Dreiling, Onur Vural (90.Vincent Butzer), Joschka Karle

Schiedsrichter: Carl Höfer (SV Unterweissach)

 

Tura I verliert in Crailsheim

Die seit sieben Spielen sieglosen Gastgeber versuchten von Beginn an das Heft in die Hand zu nehmen, konnten aber in den Anfangsminuten die mit zwei kompakten Viererketten in der eigenen Hälfte operierenden Gäste noch nicht in Verlegenheit bringen. Ganz im Gegenteil, die erste echte Möglichkeit hatten die Gäste, als Benjamin Weinberger einen weiten Ball unkonzentriert verteidigte und gleich wieder verlor. Nach schönem Diagonalpass setzte sich Kevin Reinwald auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe landete bei Oskar Douty, dessen Schuss konnte Tobias Hertfelder gerade noch zur Ecke klären.

Diese Szene wirkte wie ein Weckruf für die Crailsheimer. Die Aktionen wurden zumindest vorübergehend zielgerichteter. Nach schnellem Angriff über die rechte Seite nutzte Daniel Martin die flache Hereingabe von Daniele Hüttl zum Führungstreffer in der 11. Spielminute. Im Gegenzug hatten die Gäste ihre einzige Chance in der ersten Hälfte. Nach einer Ecke wurde ein Kopfball von Edwin Wilhelm knapp vor der Linie von Rudoplh Krebs geblockt. Danach versäumten es die Gastgeber, den Vorsprung auszubauen. Zunächst schloss Hannes Wolf nach einer Hereingabe von Daniele Hüttl etwas überhastet ab. Nach einem Zuckerpass von Hannes Wolf genau in die Schnittstelle der Untermünkheimer Viererkette konnte Jörg Munz in Richtung Gästetor stürmen, scheiterte aber am guten Torhüter Lukas Dambach. Bei weiteren Möglichkeiten waren Hüttl und Schreiner beim Abschluss nicht entschlossen genug.

Karle köpft zum Ausgleich

Auch nach dem Wechsel schien es zunächst nur in eine Richtung zu gehen. Nach einer missglückten Abwehr kam Jörg Munz zum Schuss. Jener wurde aber gerade so noch zur Ecke abgefälscht. Aus diesem Standard heraus landete ein Kopfball von Hannes Wolf knapp neben dem Gästetor. Danach kam von beiden Seiten fast eine Viertelstunde so gut wie nichts mehr.

Von Untermünkheim war offensiv von der 13. Minute an absolut nichts zu sehen. Umso überraschender fiel nach gut einer Stunde der Ausgleich. Crailsheims Hintermannschaft leistete sich einen kompletten Aussetzer und Joschka Karle, der nach Flanke von Marian Föll vollkommen unbewacht am langen Eck zum Kopfball kam, ließ sich die Chance nicht entgehen.

Nach dem Gegentreffer wurde Crailsheim wacher. Zunächst scheiterte Markus Diether noch mit einem Kopfball am Gästekeeper. Dann brachten die Untermünkheimer nach einer Ecke den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Tobias Hertfelder (71.) wuchtete ihn zur erneuten TSV-Führung ins Toreck. Im Anschluss wurden die Gäste in der Defensive offener. Crailsheim hatte nun durch die eingewechselten Pascal Hopf und Marcel Maneth noch Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Willi Hermann

 

TSV Crailsheim – Untermünkheim

2:1

Torfolge: 1:0 Daniel Martin (11.), 1:1 Joschka Karle (62.), 2:1 Tobias Hertfelder (71.)

TSV Crailsheim: V. Wolf, H. Wolf, Hüttl, Schreiner (89. Wagemann), Rümmele, Munz (69. Maneth), Diether (67. Hopf), Hertfelder (71. Gökdemir), Krebs, Martin, Weinberger
Tura Untermünkheim: Dambach, Föll, Wilhelm, Öztürk, A. Schlageter (86. Butzer), M. Schlageter (89. Schiele), Reinwald (78. Ilmekli), Douty, Dreiling (71. Behluli), Vural, Karle

Tura I gleicht in Unterzahl aus

Mit der letzten Patrone sicherte sich der Tura Untermünkheim trotz Unterzahl einen wichtigen Heimpunkt gegen den TSV Heimerdingen. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem der Gast spielerische Vorteile hatte. Untermünkheim wirkte dagegen in den Zweikämpfen durchsetzungsfähiger.

Nach Wiederbeginn wurde es deutlich spektakulärer. In der 59. Minute ein bitterer Moment für die Gastgeber: Ein Treffer von Firat Doganay wurde wegen abseits aberkannt. Doganay verlor die Beherrschung und holte sich wegen Meckerns die Ampelkarte ab. Heimtrainer Mutlu Metin hatte sogar etwas Verständnis für seinen Schützling. „Das war kein abseits. Kein Wunder, dass er zu emotional wird.“ Eine Zeigerumdrehung später vergab Kevin Reinwald eine Riesenchance für Untermünkheim. Drei Minuten danach der nächste Rückschlag für den Tura. Der eigentlich abgedrängte Murat Öztürk flankte vom linken Flügel auf Mitspieler Michele Ancona, der das Leder freistehend über die Linie drückte.

Die Gastgeber blieben aber im Spiel und packten in den Schlussminuten die Brechstange aus. Bei einem Freistoß in Nähe der Mittellinie folgte der letzte aller weiten Bälle. Diesmal leitete Oskar Douty mit dem Kopf weiter und Andreas Schlageter behielt freistehend die Nerven. Stefan Berger

 

Tura Untermünkheim – TSV Heimerdingen   1:1

Tore: 0:1 Michele Ancona (63.), 1:1 Andreas Schlageter (93.)

Tura: Lukas Dambach, Marian Föll, Edwin Wilhelm, Anil Öztürk (87. Pascal Mönch), Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter (21. Ditmar Mustafa), Kevin Reinwald (67. Oskar Douty), Alexander Dreilling, Onur Vural, Joschka Karle

 

Tura vs. TSV Heimerdingen 1:1 (0:0)

Unsere 1. Mannschaft erkämpft sich in Unterzahl mit einem "Last-Minute" Treffer von Andreas Schlageter einen Punkt.

Ein ausführlicher Bericht folgt am Montag.

Torschützen:

0:1 (64.) Pribyl, Jörn 

1:1 (93.) Schlageter, Andreas 

Platzverweis:

 

gelb/rot: (59.) Doganay, Firat 
 
 

Für Tura spielten:

Lukas Dambach (C), Marian Föll, Edwin Wilhelm, Anil Öztürk (90. Pascal Mönch), Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter (21. Ditmar Mustafa), Kevin Reinwald (66. Oskar Douty), Alexander Dreiling, Onur Vural, Joschka Karle

Vorschau:

Am kommenden Samstag, den 05.11.2016, 15:00 Uhr gastiert unsere 1. Mannschaft zum "Hohenlohe-Derby" beim TSV Crailsheim.

Tura Untermünkheim verliert bei der SpVgg Satteldorf mit 0:1. Chancen zum Ausgleich waren vorhanden.

Satteldorfs Vorstand und Stadionsprecher Dieter Blumenstock brachte das Landesliga-Derby zwischen seiner SpVgg und dem Tura Untermünkheim mit einem Satz auf den Punkt. „Ich denke man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das heute ein glücklicher Sieg für uns war.“ Insgesamt war das Derby nicht hochklassig, aber immer fair und aufgrund des knappen Ausgangs auch bis zum Ende spannend.

Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, die Gäste setzten auf Konter. Untermünkheim wurde aber immer stärker Nils Hörle leistete sich eine verunglückte Kopfballabwehr. Michael Schlageter kam an der Strafraumgrenze zum Schuss, den Manuel Schoppel gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte. Michael Etzel zog mit Macht in Richtung Untermünkheimer Tor. Gestoppt wurde er durch einen Bodycheck knapp innerhalb des Strafraums. Beim Strafstoß durch Martin Kreiselmeyer hatte Lukas Dambach war zwar mit den Fingern noch dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern.

Nach dem Seitenwechsel waren zunächst die Gäste deutlich aktiver, konnten sich aber keine klaren Toraktionen erarbeiten. In der Folge verflachte das Spiel, die SpVgg Satteldorf konzentrierte sich darauf, das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

 

SpVgg Satteldorf – Tura Untermünkheim 1:0

Tor: 1:0 Martin Kreiselmeyer (35., Foulelfmeter)

Tura: Lukas Dambach, Marian Föll, Anil Öztürk (88., Ditmar Mustafa), Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter, Kevin Reinwald (68. Erhan Ilmekli), Jannis Kronmüller, Alexander Dreiling (68. Oskar Douty), Muhammed Vural, Joschka Karle.

 

Tura I gibt die rote Laterne ab

Was kaum ein Tura-Fan für möglich gehalten hat: Untermünkheim siegt sich mit 3:0 aus dem Tabellenkeller.

Zum ersten Mal seit langer Zeit kann der Tura Untermünkheim die rote Laterne abgeben und findet Anschluss ans hintere Mittelfeld der Landesliga-
Tabelle. Von Beginn an merkte man den Gastgebern die Erfolgserlebnisse der letzten Wochen an. Der Ball lief viel gefälliger als in den bisherigen Heimpartien durch die eigenen Reihen. Dennoch fiel der Untermünkheimer Führungstreffer etwas überraschend: Nach starker Vorarbeit von Kevin Reinwald legte Anil Öztürk das Leder im Fallen an Keeper Heiko Driemer vorbei ins lange Eck zum 1:0.

Die Metin-Elf stand nun tiefer und lauerte auf Konter, während Brackenheim auf den Ausgleich drängte. Die Chancen verzeichnete trotzdem ausschließlich Untermünkheim. Als Brackenheim fünf Minuten vor Schluss seinen Kapitän Martin Reissig per Ampelkarte verlor, schien der Glaube des VfL an ein Happy-End endgültig verloren. Am Ende spielte Untermünkheim seine Konter doch noch konsequent aus. In der 89. Minute verwertete Firat Doganay eine gute Vorarbeit von Joschka Karle zum 2:0. Eine Zeigerumdrehung später stellte Onur Vural per Einzelaktion den Endstand her. Tura-Trainer Mutlu Metin war sehr zufrieden. Aus seiner Sicht hatte sein Team nicht ganz an die gute Leistung beim Sieg in Backnang angeknüpft.

 

Tura Untermünkheim – VfL Brackenheim 3:0

Tore: 1:0 Anil Öutürk (40.), 2:0 Firat Doganay (89.), 3:0 Onur Vural (90.)

Tura: Lukas Dambach, Marian Föll, Anil Öztürk, Andreas Schlageter, Firat Doganay, Michael Schlageter (59. Erhan Ilmekli), Kevin Reinwald, Jannis Kronmüller, Alexander Dreiling (69. Erzon Behluli), Onur Vural, Joschka Karle

Schiedsrichter: Martin Adelsberger (Aalen)

Tura I: "Wir haben die Qualität"

Viktoria Backnang – Tura Untermünkheim, Sonntag, 15 Uhr

Tura ist am Sonntag zu Gast bei Viktoria Backnang. Es ist das erste Spiel für Mutlu Metin als Trainer.

„Wir sind besser, als es momentan aussieht“, ist sich Tura-Abteilungsleiter und nun auch Interimstrainer Mutlu Metin sicher. „Durch die ganzen Vorgänge ist man im Verein zusammengerückt. Ich würde das nicht so sagen, wenn es nicht so wäre.“ Dass der Rücktritt von Michael Gundlach schmerzt, daraus macht Metin keinen Hehl. Nun übernimmt er das Traineramt wohl bis zur Winterpause. „Das ist momentan die einfachste und beste Lösung, denn der neue Trainer soll kein Schnellschuss sein.“ Und dieser muss auch mit der Perspektive Bezirksliga leben können. Das weiß auch Metin, doch „ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, in der Landesliga zu bleiben“. Die Mannschaft sei unerfahren, aber der Trend sei positiv. „In Fellbach hat das Team einen Rückstand aufgeholt. Und gegen Aramäer Heilbronn war das Spiel 70 Minuten ausgeglichen.“ Dass diese Begegnung kein Augenschmaus war, ist ihm klar. „Natürlich war das Abstiegskampf.“ In den letzten zehn Minuten habe der Tura auch Glück gehabt, „aber das muss man sich auch erkämpfen – und die Mannschaft hat das gemacht“. Die Moral sei also intakt.

Deshalb sei bei Viktoria Backnang auch etwas drin. Die Viktoria hat bislang elf Punkte gesammelt, steht damit auf Rang 11. Markenzeichen in dieser Saison ist die nicht vorhandene Konstanz. Einem 0:6 folgt ein 3:0. „Die Viktoria hat schnelle Außenspieler. Das eröffnet dem Gegner aber auch Räume. Je nachdem, wie das Spiel funktioniert, kommen solche Ergebnisse zustande“, meint Metin, der sich bei Trainerkollegen über die Viktoria informiert hat. „Wir müssen kompakt stehen.“ Entspannung gibt es beim Tura bei der Kadergröße: Joschka Karle und Anil Öztürk haben ihre Sperren abgesessen. Es fehlen momentan noch die Verletzten Semih Dalyanci und Simon Trumpp, ansonsten können alle die Fahrt nach Backnang antreten.

Mit Viktoria Backnang verbindet der Tura Untermünkheim ein besonderes Spiel. Anfang der vergangenen Spielzeit endete die Partie 2:2. Der Tura führte bis zur 89. Minute 2:0. „Ich war damals mit dabei. Nach Spielende waren wir perplex“, erinnert sich Metin, „zumal wir nach dem 2:0 noch viermal allein aufs Tor gelaufen sind.“ ruf

 

Tura I: „Mit einem Lächeln im Training“

Tura Untermünkheim – Aramäer Heilbronn, Samstag, 16 Uhr

Die beiden Letzten der Tabelle treffen aufeinander. Doch zuletzt feierten der Tura Untermünkheim und Aramäer Heilbronn jeweils Erfolgserlebnisse.

„Natürlich kann ich rechnen.“ Tura-Trainer Michael Gundlach, im Hauptberuf Mathematiklehrer, kennt den  Tabellenstand. Mit einem Sieg gegen Aramäer Heilbronn käme der Tura nicht nur vom Tabellenende weg, er würde auch wieder Anschluss an das untere Mittelfeld haben. Doch all das wischt Gundlach beiseite. „Wir konzentrieren uns immer auf das kommende Spiel.“ Was wie eine Phrase klingt, hat einen gewichtigen Hintergrund. Gundlach möchte, dass sein Team unabhängig von der Tabellensituation den Schwung vom vergangenen Wochenende mitnimmt. Das 2:1 in Fellbach sorgte für kollektive Erleichterung. „So ein Sieg hat einen psychologischen Effekt: Jetzt geht man auch mit einem Lächeln ins Training und verzeiht sich leichter gegenseitig Fehler.“Gegner Aramäer Heilbronn ist Vorletzter, hat die schlechteste Abwehr der Liga (24 Gegentore). Allerdings feierte der Verein zuletzt einen überraschenden 1:0-Sieg gegen die SKV Rutesheim. „Insofern ist die Ausgangslage für beide gleich“, formuliert es Gundlach. Dass der Gegner sehr wahrscheinlich defensiv agieren wird, spiele keine Rolle. „Wir haben eine offensive und eine defensive Strategie. Wir müssen diese nur richtig umsetzen.“ Verzichten muss Gundlach weiterhin auf den Langzeitverletzten Semih Dalyanci sowie auf die beiden gesperrten Anil Öztürk und Joschka Karle. Erzon Behluli ist angeschlagen, sein Einsatz ist fraglich.

 

Erste Punkte für Untermünkheim

Es hat geklappt: Am 8. Spieltag gelingt Untermünkheim durch Treffer von Firat Doganay und Onur Vural in Fellbach der erste Sieg in dieser Saison.

Das Spiel begann mit Verunsicherung auf beiden Seiten. „Wir wollten dort mutig auftreten und hatten von der Ausgangslage her nichts zu verlieren“, berichtete Tura-Trainer Micheal Gundlach gestern am Telefon. „Wie so oft gerieten wir aber in Rückstand“. Es gab in der Offensive einen Ballverlust, dann versprang ein langer Ball und die Tura-Abwehr klärte nicht entscheidend gegen Marco Schulz, der das 1:0 markierte (25.). „Das war nicht ganz unverdient“, musste Gundlach zugeben. „Aber viel wichtiger war, dass wir weiter versucht haben, nach vorne zu spielen.“ Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich waren. Firat Doganay hielt aus 18 Metern von halblinks drauf, der Ball wurde noch leicht abgefälscht und landete zum 1:1 im Netz (38.). Fellbach spielte danach nicht mehr so aggressiv weiter wie zu Beginn der Partie.

Gundlach ist „mit der zweiten Hälfte sehr zufrieden“. Einstellung und Wille hätten gepasst: „Wir sahen, dass Fellbach verunsichert war. Dann erkämpften wir uns das Glück, und zwar bis zur letzten Minute. Die Jungs haben auch mal auf die Zähne gebissen, wie es sich im Abstiegskampf gehört. Das haben sie angenommen und umgesetzt.“ Es kam noch besser für den Tura, denn es lief nicht auf einen, sondern auf drei Punkte hinaus: Ein Freistoß von Onur Vural, halbrechts aus 24 Metern, landete genau im Eck (78.). „Er ist als Linksfuß dafür prädestiniert“, freute sich Gundlach, der danach seinen Jungs die Erleichterung angesehen hat. Sie hatten kurz vor Schluss auch Dusel, dass ein Fellbacher aus fünf Metern den Ball drei Meter über das Tor drosch. „Endlich hatten wir jetzt mal Glück.“ Seine Spieler waren danach „ziemlich platt“. Nun hofft der Coach auf eine „kleine Initialzündung für die nächsten Spiele“.

Wie die Verantwortlichen angekündigt hatten, wird die Mannschaft ab sofort von Mitgliedern der Tura-Abteilung begleitet. Mutlu Metin und Martin Reinwald freuten sich mit. Gundlach formuliert es so: „Außerdem gab es noch isotonische Getränke“. Übersetzt aus der Sportlersprache: Es wurde mit einem Siegerbier angestoßen.

Am Samstag empfängt der Tura die Aramäer. Sollte Untermünkheim gewinnen, wäre man nur noch Vorletzter und hätte Kontakt zu den davor platzierten Teams.

Tore:  1:0 (25.) Marco Schulz (25.),  1:1 (38.) Firat Doganay (38.), 1:2 Onur Vural (78.)

Tura: Lukas Dambach, Marian Föll, Alexander Dreiling, Michael Schlageter, Jannis Kronmüller (85. Erzon Behluli), Andreas Schlageter, Erhan Ilmekli (90.+1 Sven Schiele), Onur Vural, Kevin Reinwald, Firat Doganay (89. Firat Doganay), Vincent Butzer (73. Daniel Papadopoulus)

Schiedsrichter: Raffael Baumgärtner (Hirsau)

 

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