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1. Mannschaft

Ein 0:0 der zäheren Sorte sahen die Zuschauer beim letzten Auftritt des Tura vor der Winterpause. Trainer Alexander Maul vermisst gegen Viktoria Backnang die Durchschlagskraft in der Offensive.

Die für ihre Konterstärke gefürchteten Aufsteiger aus Backnang standen zunächst tief und überließen der Heimelf die Spielkontrolle. Untermünkheim ging das Spiel sehr kontrolliert an, um schnelle Gegenstöße zu vermeiden. So gab es zunächst bis auf zwei kleinere Gelegenheiten der Gastgeber wenig Aufregung. Ein technisch guter Schlenzer von Semih Dalyanci konnte Gästekeeper Maximilian Hübsch nicht überraschen und auch Jan Schreiner brachte bei seinem Flachschuss nach einer knappen halben Stunde das Leder nicht am Torwart vorbei. Gegen Ende des ersten Durchgangs agierte Backnang dann etwas mutiger, ohne große Gefahr auszustrahlen. So war es kurz vor der Pause Heimakteur Dalyanci, der mit einem gefährlichen Schuss das Gehäuse knapp verfehlte.

Auch nach Wiederbeginn blieb die Begegnung eher schwere Kost. Es war durchaus verständlich, dass beim Tura aufgrund der langen Verletztenliste die Feinabstimmung oft nicht vorhanden war. Spielertrainer Alexander Maul vermisste bei seinen Mannen zu Recht aber den entschlossenen letzten Punch bei den Offensivaktionen. Fast immer wurde der entscheidende Pass nicht an den Mitspieler gebracht oder der richtige Moment für den Abschluss verpasst. Nicht zufällig war es eine Standardsituation, die für die erste Aufregung nach Wiederbeginn sorgte. Innenverteidiger Maul köpfte in der 52. Minute nach einer Ecke am Tor vorbei.

Maul unzufrieden

Im letzten Spieldrittel entwickelte sich die Partie immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch. Die doch relativ hohe Fehlerquote beider Teams ermöglichte es den Kontrahenten immer wieder, die Gegenangriffe mit Tempo durchs Mittelfeld zu bringen. In Tornähe stellten sich sowohl Untermünkheim als auch Backnang aber nicht besonders geschickt an, so dass es keine Hochkaräter zu verzeichnen gab. So war eine Direktabnahme von Alexander Maul nach Freistoßflanke von Dalyanci kurz vor Schluss die letzte gefährliche Aktion. Der Spielertrainer brachte das Leder nicht aufs Tor.

Nach der Partie war Maul ziemlich unzufrieden. Zwar hatte der Tura die Konterstärke des Gegners gut aus dem Spiel genommen, doch vermisste der Coach die Durchschlagskraft seiner Spieler nach vorne. Der Trainer wollte mit 20 Punkten in die Winterpause gehen, jetzt sind es zwei Punkte weniger. Die fehlenden Akteure wollte Maul nicht als Entschuldigung heranziehen.

Tura: Janis Baumann, Markus Diether (82. Markus Klässing), Steffen Söllner, Semih Dalyanci, Jan Schreiner, Szabolcs Szvoboda, Yasin Kalkan (63. Duane Collins), Alexander Maul, Daniel Alankus, Patrick Zauner, Jannis Kronmüller

Schiedsrichter: Tobias Lauter (SRG Vaihingen)

 

Tura Untermünkheim - Viktoria Backnang, Samstag, 14.30 Uhr

Untermünkheims Trainer Alexander Maul sehnt die lange Winterpause herbei: Gegen Viktoria Backnang muss er reihenweise auf Spieler verzichten. Im Hinspiel verlor der Tura beim Neuling mit 0:3.

Das Ergebnis des Spiels in Backnang wurmt den Tura-Trainer immer noch, denn "wir haben dort sehr gut gespielt - nur haben wir keine Tore geschossen". Die Qualitäten des Gegners sind Maul bestens bekannt: "Die Viktoria fährt sehr gute Konter, besonders über die Außenspieler." Das defensive Konzept wird Backnang auch in Untermünkheim anwenden, da ist sich Maul sicher. So dürfte es für Untermünkheim ein Geduldsspiel werden. "Die wenigen Lücken, die sich auftun, müssen wir für uns nutzen", fordert Maul. Doch angesichts des enormen Krankenstandes wird das nicht einfach. Marian Föll ist rotgesperrt. Kevin Lehanka, Sebastian Mechnik, Lukas Dambach fallen sicher aus. Fatih Kalkan erlitt bei seinem Tor gegen Marbach einen Bänderriss. "Der Torwart hat ihn brutal gefoult", erinnert sich Maul. Bei Dan-Marius Matei hat er noch "einen Funken Hoffnung", Gleiches gilt für Jan Schreiner. Aber im Prinzip gelte: " Wer laufen kann, wird spielen." Ein Sieg gegen Backnang würde nicht nur einen versöhnlichen Jahresabschluss bedeuten, der Tura hätte auch die 20-Punkte-Marke geknackt. Damit würde Untermünkheim ins gesicherte Mittelfeld aufrücken. Einen Aufwärtstrend erkennt der Coach bei seinem Team, dennoch mache sein Team nach wie vor zu viele individuelle Fehler. "Deshalb haben wir für mein Empfinden gegen Marbach trotz der einstündigen Unterzahl auch zwei Punkte verloren."

Im Spiel gegen den FC Marbach wäre für den Tura aus Untermünkheim ein großer Schritt möglich gewesen. Aber die Hausherren verpassten diesen. Am Ende teilten sich die Teams beim 2:2 die Punkte.

Bei schönem Wetter erwischte Marbach den besseren Start. Bereits in der zweiten Spielminute erzielten die Gäste aus abseitsverdächtiger Position das 0:1 durch Pierre Fees. Aber in der Folgezeit übernahm Untermünkheim das Spiel. Der Tura war besser in den Zweikämpfen und lief auch deutlich mehr als die Marbacher Mannschaft. Nach einem gut getreten Freistoß von Dalyanci war es Jan Schreiner, der in der 18. Minute den Ausgleich per Kopf erzielte.

Jedoch spielte Untermünkheim ab der 30. Spielminute in Unterzahl. Nach Ansicht des Schiedsrichters hatte Marian Föll eine Tätlichkeit begangen. In der 37. Minute musste man dann auch noch verletzungsbedingt Dan Marius Matei auswechseln. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Zur zweiten Halbzeit merkte man dem Tura an, dass er es nicht leicht haben wird. Der eine Mann weniger war deutlich zu spüren. Trotzdem war es die Heimmannschaft, die in Führung ging. Semih Dalyanci sah, dass der Marbacher Torwart zu weit vor seinem Kasten stand und schoss aus 30 Metern. Der Ball ging an die Latte und Fatih Kalkan konnte in der 60. Minute abstauben. Doch auch er verletzte sich, da der Torwart ihn unfair getroffen hatte, bei dieser Aktion.

In der Folgezeit ließen die Gastgeber nicht mehr viel zu, ehe ein Untermünkheimer ungestüm im Strafraum ein Foul begann. Den folgenden Elfmeter verwandelte Leon Kraguljac zum 2:2. Es passierte nicht mehr viel und somit verlor Untermünkheim zwei wichtige Punkte.

In der Tabelle zieht der TSV Münchingen wegen des 2:1-Erfolgs gegen Löchgau am Tura vorbei. Untermünkheim steht auf Position elf und empfängt am kommenden Wochenende den Tabellenneunten Viktoria Backnang.

Tore: 0:1 Pierre Fees (2.), 1:1 Jan Schreiner (18.), 2:1 Fatih Kalkan (60.), 2:2 Leon Kraguljac (84., Foulelfmeter)

Rote Karte: Marian Föll (Tura, 30.)

Tura: Janis Baumann, Marian Föll, Dan Marius Matei (37. Alexander Maul), Semih Dalyanci (84. Markus Diether), Jan Schreiner, Szabolcs Szvoboda, Yasin Kalkan, Daniel Alankus, Patrick Zauner, Jannis Kronmüller, Fatih Kalkan (62. Steffen Söllner)

Bilder Fotogalerie: Wolfgang Meiner

 

 

Tura Untermünkheim - FC Marbach, Samstag, 14.30 Uhr

Der Tabellenvorletzte Marbach hat lange gebraucht, bis er in Schwung kam. Gastgeber Tura könnte mit einem Sieg ins Mittelfeld klettern.

Mit 16 Treffern in 14 Spielen stellt der FC die schlechteste Offensivreihe der Liga. Doch der Tabellenvorletzte Marbach gewann am Sonntag überraschend 3:1 gegen Crailsheim. Der Tura gewann ebenfalls, beim 1:0 in Kornwestheim traf Jan Schreiner. "Die Jungs haben gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", freut sich Untermünkheims Trainer Alexander Maul. Gleichzeitig ärgert er sich ein wenig: "Schon in der ersten Halbzeit hatten wir drei gute Möglichkeiten, die wir nicht verwertet haben. Dadurch haben wir den Gegner bis zum Schluss am Leben gehalten."

Gegen Marbach erwartet er, dass der FC "sicher stehen" wird: "Es dürfte Konter geben. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen. Außerdem müssen wir im Abschluss konsequenter sein." Der verletzte Stürmer Kevin Lehanka hat noch nicht trainiert. Patrick Zauner musste am Samstag verletzungsbedingt ausgewechselt. Außerdem hat sich Yasin Kalkan im Training verletzt. Dafür konnten Duane Collins und Markus Diether das Trainingsprogramm normal durchziehen.

Marbachs Teammanager Florian Hägele sagt: "Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gegen Crailsheim gewonnen." 14 Neue mussten vor der Saison im Team eingebaut werden. "Das ganze Gebilde benötigte seine Zeit. Aber dass es so lange dauert, hätten viele nicht gedacht." Anfangs gab es eine Serie mit acht Niederlagen in Folge. In den letzten fünf Spielen aber verlor der FC nur einmal.

 

Im 14. Saisonspiel feiert der Tura den ersten Auswärtssieg. Beim 1:0 in Kornwestheim gelingt Stürmer Jan Schreiner kurz nach der Pause der Siegtreffer.

"Der Schiri bekommt heute eine Wurst." Walter Kolb ist nach der Partie beim Tabellen-Achten guter Laune. Der Tura-Teammanager spielt damit auf die Äußerung von Trainer Alexander Maul nach dem 2:2 gegen Löchgau an - und lacht. "Wir haben zum Glück 1:0 gewonnen, weil wir kämpferisch und mannschaftlich geschlossen waren." Vor der Partie hatte Kolb noch etwas Sorge: Torjäger Kevin Lehanka konnte wegen eines Blutergusses nicht spielen.

Zu Beginn dominierte Untermünkheim. In der 16. Minute die erste Großchance, als Fatih Kalkan alleine auf den SV-Torwart zulief und dieser parieren konnte. Vier Minuten später wurde Semih Dalyanci im Kornwestheimer Strafraum freigespielt - und schob den Ball mit seinem starken linken Fuß am Pfosten vorbei. "Wenn du unten stehst, dann geht so ein Ball halt auch nicht rein", meinte Kolb. Danach war die Partie ausgeglichen. Bis zur Halbzeit gab es keine großen Möglichkeiten mehr.

Der zweite Durchgang begann mit einer Untermünkheimer Balleroberung im Mittelfeld. Semih Dalyanci passte clever zu Jan Schreiner, der alleine auf den Torwart zulief und diesen aus 16 Metern zum 1:0 ins lange Eck überwand. Danach machte Kornwestheim das Spiel, ohne sich große Möglichkeiten zu erarbeiten. Es blieb allerdings bis zum Schluss eng, denn auch Untermünkheim fiel nicht mehr viel ein.

"Es hat sich gelohnt, dass der Trainer das System 3-5-2 spielen ließ. Wir wussten, dass Kornwestheim schnell agiert. Durch unsere Taktik hatte der SV wenig Räume", sagte Kolb. "Hervorzuheben ist Dan Matei." Er sei mit Abstand bester Mann auf dem Platz gewesen. In der ersten Halbzeit hatte der Neu-Turaner sogar eine Großchance, aber der Schiedsrichter pfiff diese Aktion ab. Außerdem habe er jeden Zweikampf gewonnen.

Trainer Alexander Maul freute sich über den ersten Auswärtssieg der Saison: "Das wurde auch Zeit. Wir wussten, dass Kornwestheim fällig ist. Deshalb haben wir in der Defensive gut gearbeitet. Hätten wir unsere Kontersituationen ausgespielt, dann wäre es 3:0 gestanden und wir hätten Ruhe gehabt." Aber Maul freute sich über das Zu-Null-Spiel. Es sei wichtig gewesen, sehr vielbeinig in der Defensive zu stehen. Kornwestheim habe keinen Zugriff aufs Spiel bekommen.

Tor: 0:1 Jan Schreiner (47.)

Tura: Janis Baumann, Szabolcs Svoboda, Patrick Zauner, Marian Föll, Yasin Kalkan, Dan Matei, Daniel Alankus, Jannis Kronmüller, Semih Dalyanci, Jan Schreiner, Fatih Kalkan (70. Steffen Söllner)

 

SV Salamander Kornwestheim - Untermünkheim, Sonntag, 14.30 Uhr

13 Spiele, 13 Punkte - Untermünkheim hängt im Landesliga-Tabellenkeller fest. Mit einem Sieg in Kornwestheim wäre Platz 10 möglich.

"Man muss es nehmen, wie es kommt. Kornwestheim ist sehr heimstark", sagt Tura-Trainer Alexander Maul. Er hat weiterhin Probleme mit dem Fuß, nur zur Not will er selbst spielen. "So kann ich der Mannschaft nicht zu 100 Prozent helfen, ich habe weiterhin Schmerzen. Außerdem machen die Jungs ihre Aufgaben."

Die Abwehr könne nicht für alle 26 Gegentore verantwortlich gemacht werden, da es auch Fehler im Mittelfeld gebe. Maul hofft auf die Rückkehr von Markus Diether, Duane Collins hat die erste komplette Trainingswoche hinter sich. Dafür kämpft Kevin Lehanka mit einer Wadenverletzung aus der Partie gegen Löchgau. Für Torwart Lukas Dambach ist die Vorrunde beendet. "Wir haben nicht den größten Kader, sondern sind ein kleiner erlesener Kreis", sagt Maul. Mit einem Dreier könnte der Tura aus der direkten Abstiegszone auf Platz 10 klettern. Allerdings hat Untermünkheim auswärts erst einen Punkt geholt. Der SV Abteilungsleiter Uli Weber sagt: "Bisher sind wir daheim ungeschlagen, ähnlich wie in der Bezirksliga. Dazu trägt eine kleine Fangruppe mit Trommeln bei, ansonsten nicht viel Zuschauer. So wie wir stehen, ist es besser wie erwartet." Die Aufstiegsmannschaft wurde nur durch zwei Akteure ergänzt. Weber sieht sein Team nicht als Favorit - vor allem deshalb, weil es viele knappe Siege gab. "Wir sind jung, wir lernen immer etwas."

Nach einem 0:2-Rückstand sicherte sich Tura Untermünkheim gegen Löchgau mit dem Ausgleich quasi auf den letzten Drücker noch einen Punkt.

Die Ansage von Tura-Coach Alexander Maul an die Sportplatz-Gastronomie nach Spielschluss war eindeutig. "Der Schiri kriegt keine Wurst." Nach der aus Tura-Sicht äußerst sparsamen ersten Halbzeit war nicht zu erwarten, dass Fans, Verantwortliche und Spieler der Gastgeber an diesem Tag emotional so heiß laufen würden. Das Spiel begann mit einem für Heimtrainer Maul zu einfachen Gegentreffer. Die Gäste aus Löchgau konnten relativ problemlos aus dem Mittelfeld heraus auf Tom Kühnle spielen, der in der 8. Minute zum 0:1 einschoss. Untermünkheim fiel in der Folge herzlich wenig ein, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Nach einer guten halben Stunde hätte der bei einem Strafstoß nachlegen können. FV-Kapitän Simon Herbst setzte das Leder aber neben das Tor.

Nach Wiederbeginn wurde die Partie sofort deutlich attraktiver. Gästestürmer Johannes Wizemann war frei durch und umspielte Tura-Keeper Janis Baumann. Der Angreifer brachte den Ball dann aus spitzem Winkel nicht mehr im Tor unter. In der 53. Minute zwei gute Aktionen von Dan Marius Matei, der bei seinem Heimdebüt zunächst mit einem Weitschuss an Michael Ryssel scheiterte. Dann kratzte die FV-Abwehr einen Kopfball von Matei von der Linie.

Wenige Sekunden später begannen die großen Emotionen. Nach einem Kontakt zwischen Torwart Ryssel und Tura-Angreifer Kevin Lehanka entschied der junge Referee auf Stürmerfoul und zeigte nicht auf den Punkt. Jetzt war Hektik drin, die sich (63.) nochmal hoch schaukelte. Diesmal gab es Elfmeter, allerdings auf der anderen Seite. Shpejtim Islamaj verwandelte, auch wenn Tura-Schlussmann Janis Baumann an dem Flachschuss beinahe noch dran gewesen wäre.

Eine Viertelstunde vor Schluss verschenkten die Gäste bei einem Konter die 3:1-Überzahl mit einem laxen Heber in die Arme von Torwart Baumann. Die Heimelf packte jetzt die Brechstange aus - und wurde belohnt. Nach einer Ecke köpfte Jan Schreiner fünf Minuten vor Schluss zum 1:2 ein. In der 90. Minute staubte Joker Jens Söllner nach einem Kopfball von Marius Matei zum viel umjubelten Ausgleich ab. Als Janis Baumann in der Nachspielzeit noch einen schönen Freistoß von Jonas Akpinar heraus fischte, hatte der Tura mit viel Moral und Wut im Bauch noch einen Punkt gesichert. Wenige Minuten nach Spielende war für Tura-Trainer Alexander Maul immer noch der Referee das Hauptthema. Ihn störte, dass der Unparteiische so gut wie jede 50:50-Situation für die Gäste entschieden habe. Maul freute sich über die gute Moral seiner Schützlinge, die sich mit viel Herzblut aus einer misslichen Lage befreit hatten. Natürlich war dem Trainer die mäßige erste Hälfte seiner Mannen nicht entgangen.

Tore: 0:1 Tom Kühnle (8.), 0:2 Shpejtim Islamaj (63.), 1:2 Jan Schreiner (85.), 2:2 Steffen Söllner (90.)

Tura: Janis Baumann, Marian Föll (46. Yasin Kalkan), Dan Marius Matei, Kevin Lehanka, Semih Dalyanci, Jan Schreiner, Szabolcs Szvoboda, Daniel Alankus, Patrick Zauner, Jannis Kronmüller (80. Markus Diether), Fatih Kalkan (73. Steffen Söllner)

Tura Untermünkheim - FV Löchgau, Samstag, 14.30 Uhr

Untermünkheim und Löchgau haben sich in den vergangenen Jahren oft in der Fußball-Landesliga duelliert. Morgen sind die Gäste der Favorit.

Der Rumäne Dan-Marius Matei feierte beim 1:2 gegen Münchingen seinen Einstand beim Tura. "Ich bin froh, dass das geklappt hat", sagt Trainer Alexander Maul. Fast drei Monate hat sich die Freigabe des Mittelfeldspielers durch die Uefa gezogen.

Dafür fällt nun wohl Regisseur Semih Dalyanci. Er ist umgeknickt und wurde gegen Münchingen ausgewechselt. Zum x-ten Mal war der Tura mit 1:0 in Führung gegangen. Maul ärgert sich: "Danach lassen wir aus unergründlichen Gründen nach. Aber wir gehen nicht alle an unsere Leistungsgrenze. Wir kommen zuerst toll in die Partie rein, weil wir gut und aggressiv eingestellt sind. Danach fehlt die Handlungsschnelligkeit." Auf dem Kunstrasen habe sein Team kaum zweite Bälle bekommen und sei "nicht wach gewesen, da das Nachsetzen gefehlt hat".

Bei Torwart Lukas Dambach ist ein Band in der Schulter angerissen. Dafür haben Markus Diether und Duane Collins wieder erste Übungen im Training gemacht. Yasin Kalkan fehlte unter der Woche erkältet.

Einen offenen und umkämpften Schlagabtausch lieferten sich die Löchgauer am Sonntag gegen den TSV Crailsheim. Beim 1:1 hatte Abwehrspieler Riccardo Madorig zur Führung getroffen. Trainer Evangelos Sbonias sagt: "Vom Tabellenstand her können wir zufrieden. Die Jungs machen sich gut. Aber in Untermünkheim haben wir uns immer schwer getan."

 

Den erhofften Anschluss ans Tabellenmittelfeld hat der Tura Untermünkheim nicht geschafft. Beim 1:2 in Münchingen feierte der Rumäne Dan-Marius Matei sein Debüt. Viel mehr Positives gab es nicht.

Turas Teammanager Walter Kolb sprach gestern Nachmittag am Telefon von einer "nicht unverdienten Niederlage" seiner Mannschaft. Gegner Münchingen konnte zum ersten Mal mit der womöglich besten Elf auflaufen.

Der Kunstrasen behagte den Tura-Akteuren nicht sonderlich, dennoch hatten die Gäste die erste gute Gelegenheit: Fatih Kalkan vertendelte allerdings nach fünf Minuten in aussichtsreicher Position. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde bediente er mit einer Flanke Kevin Lehanka, der zur Tura-Führung vollendete. Allerdings blieb der Stürmer im weiteren Verlauf der Partie blass, Manager Walter Kolb jedenfalls konnte sich an keine weitere bemerkenswerte Aktion erinnern.

Trainer Alexander Maul hatte wie zuletzt auch zunächst auf der Bank Platz genommen und sah sich nach etwas mehr als einer halben Stunde zum ersten Wechsel gezwungen: Semih Dalyanci, in den vergangenen Wochen in sehr guter Form, hatte sich an den Bändern verletzt. Ihn ersetzte Steffen Söllner.

Dalyanci fehlte vor allem in der zweiten Halbzeit, "bei Standards kam kaum etwas gefährliches zustande", erinnert sich Kolb - Freistöße waren zuletzt fast ausschließlich eine Sache für Dalyanci.

Die Gastgeber kamen nach und nach besser in die Partie - und in der 40. Minute zum Ausgleich: Zunächst konnte Tura-Torhüter Janis Baumann einen Freistoß aus weiterer Entfernung noch abwehren, im Nachschuss aber setzte Salvatore Pellegrino den Ball aus 15 Metern in die Maschen.

Fünf Minuten nach dem Wechsel gelang dem bis dato Vorletzten der Siegtreffer durch Francesco Di Clemente. Die optische Überlegenheit hatte sich damit in Treffern niedergeschlagen. In der Folge versuchte der Tura torgefährlich zu sein, doch gute Gelegenheiten gab es zunächst keine.

Erst in der Schlussphase, als Untermünkheim die Abwehrarbeit lockerte, gab es laut Walter Kolb "ein, zwei Gelegenheiten". Ein Pressschlag und ein Kopfball des in der 80. Minute eingewechselten Alexander Maul brachten aber nicht den erhofften Punktgewinn. Einen respektablen Einstand feierte der Rumäne Dan-Marius Matei, der endlich die Freigabe der Uefa erhalten hatte.

Der Tura Untermünkheim bleibt mit zwölf Punkten aus zwölf Spielen auf Rang 13, der der erste direkte Abstiegsplatz ist.

Tore: 0:1 Kevin Lehanka (16.), 1:1 Salvatore Pellegrino (40.), 2:1 Franceso Di Clemente (50.)

Tura: Janis Baumann, Marian Föll, Daniel Alankus, Patrick Zauner, Jannis Kronmüller (80. Alexander Maul), Dan-Marius Matei, Kevin Lehanka, Semih Dalyanci (31. Steffen Söllner), Jan Schreiner, Szabolcs Szvoboda, Fatih Kalkan (71. Sergej Mileng).

Schiedsrichter: Daniel Leyhr (Münsingen)

 

TSV Münchingen - Tura Untermünkheim, Sonntag, 14.30 Uhr

Beim Blick auf die Tabelle der Landesliga wird klar, dass der Tura beim Gastspiel in Münchingen einen großen Schritt machen kann. Der Gastgeber hätte unter der Woche in Rutesheim spielen sollen - tat es aber nicht.

Münchingens Fabio Ancona war beim Spiel in Rutesheim Ende September in der 81. Minuten zusammengebrochen - Herzstillstand. Dank eines Defibrillators wurde er wiederbelebt, mittlerweile geht es Ancona wieder gut. Die Partie wurde beim Stand von 3:1 für Rutesheim abgebrochen, hätte nun am vergangenen Mittwoch neu gespielt werden sollen. Münchingen allerdings verzichtete darauf, wird so das Spiel am grünen Tisch verlieren.

So bleibt der TSV mit neun Punkten Vorletzter. Der Tura Untermünkheim hat zuletzt vier Punkte aus zwei Heimspielen geholt. "Die Basisarbeit stimmt", meint Spielertrainer Alexander Maul. Es werde mehr gelaufen, der Einsatz stimme. Auch deshalb gewann Untermünkheim 3:0 gegen Schluchtern. "Wenn die Grundtugenden zum Tragen kommen, bügelt man auch mal einen Fehler des Kollegen aus. Und man erarbeitet sich das Glück, dass nicht jeder Fehler bestraft wird", argumentiert Maul. Er freut sich zudem, dass die Mannschaft einen Sprung in die richtige Richtung gemacht habe. Besonders Jannis Kronmüller hat es dem Trainer angetan. "Er ist momentan nicht aus dem Team wegzudenken." Mit dem erstarkten Selbstbewusstsein soll sich der Tura nun ins Mittelfeld der Tabelle absetzen.

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