Login
FUTURA fragt nach bei...

Alessio Bühler #21
TURA - Nachwuchstalent

 

 

Alter: 19
Familienstand: ledig
Wohnort: Veinau
Beruf: FSJ‘ler
Lieblingsgetränke: Wasser, Lemon Soda
Lieblingsessen: Spaghetti agilo Olio
Hobbys (außer Fussball: Fitnessstudio, Joggen
Position: Stürmer, rechts außen
Sportliche Erfolge: Beim Bundesliga Cup mitgespielt.
Bisherige Vereine: SV Tüngental, Spfr. Schwäbisch Hall


Hey Alessio,
WOW!! Mit gerade mal 19 Jahren hast Du bereits 5 Tore in der Bezirksliga geschossen. Somit bist du der derzeit der erfolgreichste Torschütze bei den TURAnern. Wie fühlt sich das an?

Großartig, denn einen besseren Start hätte mir nicht gelingen können.
Auch wenn ich am Anfang Anlaufschwierigkeiten hatte, vor allem gegen den starken Gegner SV Wachbach.
Durch das schlechte Spiel, meinerseits, schickte mich das Trainerteam in die 2. Mannschaft, um dort etwas Spielpraxis zu sammeln. Trotzallem gab mir Trainer Viorel Ratoi das Vertrauen und brachte mich wieder in die 1. Mannschaft, dafür bin ich ihm sehr dankbar und versuche von Spiel zu Spiel mein Bestes zu geben.

Letzte Woche gab es leider die 5. Niederlage nach nur 10 Spielen gegen den TSV Ilshofen. Wer zugeschaut hat, sah auch, dass die Niederlage 2-3 Tore zu hoch ausging. Oder was meinst Du?

Zuerst einmal ein großes Lob an das Team, ich denke wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, obwohl der TSV Ilshofen mit ein paar Spielern aus der Oberliga aufgetreten ist. Zudem hätten wir mit 1:2 in Führung gehen können, wenn der Schiedsrichter das vermeintliche Abseitstor von mir nicht gepfiffen hätte.
Natürlich ging das Spiel 2-3 Tore zu hoch aus, aber das Spiel müssen wir so schnell wie möglich vergessen und uns lieber auf die SG Sindringen/Ernsbach konzentrieren. Damit wir gewinnen, wird uns das Spiel an die Grenzen bringen
Unseren Fehler gegen den TSV Ilshofen können wir in der Rückrunde beseitigen.  

Mit deinem Vater Enzo und Deiner Mutter Anita  hast du Eltern, die man jede Woche auf dem Sportplatz sieht. Sind sie genauso fußballverrückt wie Du?

Ich bin sehr dankbar das meine Eltern jedes Wochenende bei unseren Spielen zuschauen. Zudem gibt es mir die nötige Power, um das Beste auf dem Feld zu zeigen, denn ich möchte das meine Eltern nach jedem Spiel stolz auf mich sind.
Mein Vater ist genauso fußballverrückt wie ich, denn mit ihm reden wir zum Großteil nur über Fußball, sind öfters mit ihm kicken gegangen, wir schauen so gut wie jeden Abend Fußball und natürlich darf er bei keinen unseren Spielen fehlen. Meine Mutter ist dagegen auch mal zufrieden wenn an einem Wochenende kein Fußball stattfindet.

Aber jetzt zu Deiner Person, was machst Du, wenn Du nicht gerade auf dem Platz stehst?

Zurzeit mache ich ein FSJ an der Grundschule in Michelbach/Bilz, als Sport- und Schwimmlehrer, zudem bin ich noch Bambini Trainer und D-Jugend Trainer.
Wenn ich etwas Zeit für mich hab, gehe ich gerne ins Fitnessstudio oder mache etwas mit Freunden. Aber überwiegend bin ich mit Fußball und Sport beschäftigt.

Dein Bruder Gian Luca spielt bei unserer A-Jugend. Wo siehst Du ihn in 2 Jahren?

Hoffentlich nicht mehr auf dem Fußballplatz. Nein Spaß :) ! Mein Bruder ist ein sehr talentierter Spieler, jedoch etwas faul. Wenn er mehr an sich arbeitet und etwas an seinem technischen Können verbessert, wird es eines Tages ein klasse Spieler.
Welchen Weg er nach der A-Jugend einschlagen wird ist seine Entscheidung, jedoch stehe ich voll und ganz hinter seinen Entscheidungen. Trotzdem hoffe ich, dass er ein TURAner wird.

Aber zurück zum sportlichen, du hast letzte Saison noch für die Sportfreunde Schwäbisch Hall A-Jugend gespielt. Was konntest Du dort lernen und war es der richtige Schritt nach Untermünkheim zu wechseln?

Die Erfahrung was ich bei der Sportfreunde Schwäbisch Hall sammeln konnte war sehr hilfreich für mich und hat mich in meinem fußballerischen Können sehr weiter gebracht.
Für mich persönlich war es die richtige Entscheidung nach Untertmünkheim zu wechseln, denn mir hat schon immer die Gemeinschaft untereinander gefallen. So etwas wie beim Tura Untertmünkheim findet man viel zu selten, denn wir harmonieren wie eine große Familie und ich hoffe das können wir auch auf dem Platz widerspiegeln.

Was sind Deine Ziele mit dem TURA:

    Diese Saison?

Von unten raus zu kommen und wie letze Saison versuchen oben mit zu spielen, denn das Potential dafür hätten wir.

    Langfristig?

Natürlich den Aufstieg in die Landesliga anstreben.

Was sind deine persönlichen sportlichen Ziele?

Weiter an mir und meinem Körper arbeiten, damit ich ihn in Zweikämpfen noch besser einsetzen kann. Spielerisch noch schneller werden.

Wer ist dein fußballerisches Vorbild? Und warum?

Alessandro Del Piero, nicht nur weil er für Juventus Turin gespielt hat, sondern auch, weil er in meinen Augen einer der gefährlichsten Stürmer, den es jemals gab, war. Er war nicht nur innerhalb des 16ner Brand gefährlich, sondern auch außerhalb, mit seinen Weltklassen Distanz Schüssen und Freistoßtoren.

Was sind Deine Stärken? Und hast Du Schwächen?

Stärken: Abschluss, Flanken, Dribbling, Schnelligkeit
Schwächen: Ab und zu Zweikämpfe

Wie hast Du den Jugendfußball durchlaufen? Und gibt es einen Trainer/Spieler, an den Du dich heute gerne noch erinnerst?

Ich erinnere mich gerne an Jörg Pfisterer zurück, der mich in meiner Jugendzeit, eine Jugend nach oben gezogen hat, um dort beim älteren Jahrgang Spielerfahrung zu sammeln. Aber nicht nur die Spiele haben mich weiter gebracht sondern auch sein abwechslungsreiche Training.
Weitere Trainer waren die der Sportfreunde Schwäbisch Hall, die im Training gezielt auf unsere Positionen eingingen und so das Training, zum Beispiel für die Stürmer und Außenspieler, angepasst haben.

 
In der TURA-Mannschaft gibt es einige, die schon Höherklassig gespielt haben. Sticht jemand besonders heraus? Und gibt es jemand mit dem Du besonders gern zusammenspielst?

Persönlich finde ich das keiner besonders heraus sticht, sondern dass wir als Team perfekt zusammen harmonieren bzw. agieren und jeder einzelne kann beweisen warum er auf seiner Position Stammspieler ist.
Ich spiele mit jedem gerne zusammen, denn jeder hat die Klasse um ein schnelles und sauberes Spiel aufzubauen.
Mit wem ich überhaupt nicht gerne Eckle bzw. Rondo spiele ist Trainer Viorel Ratoi, denn sein erster Ball ist schon katastrophal. =)

Was machst du am nächsten Sonntag nach dem Spiel gegen Sindringen

    a)    wenn wir gewinnen?

Gemeinsam mit der Mannschaft den restlichen Sonntagabend verbringen, beim Fußball schauen und Würstchen essen.
 
    b)    wenn wir verlieren?

Daran möchte ich nicht denken und natürlich gehe ich davon aus, dass wir gewinnen!!!

Vielen Dank Alessio für das tolle Interview. Zum guten Schluss noch Deine Tipps fürs Wochenende:

    TURA 2:1 SG Sindringen/Ernsbach    TURA II 1:0 TSV Michelbach/Bilz

Wir wünschen gute Besserung!

Für die beiden Freunde Marc Feinauer und Simon Trumpp verlief der vergangene Spieltag in der Bezirksliga-Hohenlohe alles andere als optimal.

Beide erlitten in den Spielen ihrer Vereine schwere Schulterverletzungen und werden für längere Zeit pausieren müssen.

Marc Feinauer (Bild links), der in der Jugend des TURA das Fußballspielen von der Pike auf gelernt hat und zwischenzeitlich dem Oberliga-Kader des TSV Ilshofen angehört, laboriert ebenso an einer Schultereckgelenksprengung wie sein Freund, Nachbar und Fußballkamerad Simon Trumpp.

Simon Trumpp , Stammspieler im TURA- Bezirksligakader, wurde letzten Freitag operiert und hat diese gut Überstanden.

Wir wünschen beiden Fußballern gute Besserung und einen schnellen Heilungsprozess, so dass sie ihren Teams bald wieder zur Verfügung stehen.

Alter:                19
Familienstand:        ledig
Wohnort:            Eschental
Beruf:                BA-Stundent
Lieblingsgetränke:        Spezi
Lieblingsessen:        Cordon Bleu mit Preiselbeeren
Hobbys (außer Fussball):    Skifahren, Fahrrad fahren, Wandern
Position:            Stürmer
Sportliche Erfolge:        C-Jugend Meister
Bisherige Vereine:        Immer TURAner :)


Hallo Dominik,
der vergangene Sonntag war rein von den TURA-Ergebnissen „geschenkt“. Sowohl die „Erste“ als auch dein Team der „Zweiten“ verlor. Beschreibe doch mal deine Gefühlswelt, nachdem die Niederlagen feststanden?

Da muss ich wohl schon bei der ersten Frage mit einer „Bundesliga-0815-Antwort“ antworten, „dass wir von Spiel zu Spiel schauen und die Mannschaft im Vordergrund steht“. Spaß bei Seite. Nach so einem Spiel ist man natürlich erstmal enttäuscht und wenn man sich sowieso ziemlich in das Spiel reingesteigert hat, ist die Enttäuschung umso größer. Insofern war die Nachricht über die Niederlage der „Ersten“ und die Verletzung von Simon Trumpp nicht wirklich aufbauend. Ein kleiner Lichtblick war jedoch, dass man zumindest keine rote Karte gesehen hat an diesem Sonntag.

Du bist seit dieser Saison zu den Aktiven gewechselt. Wie groß war oder ist für dich die Umstellung vom Jugend- zum Aktiven-Fußball und wie wurdest Du in den neuen Teams aufgenommen?

Schon während meiner A-Jugend Zeit könnte ich Erfahrungen bei den Aktiven sammeln und habe kuriose Spiele erlebt, wie gegen Mainhardt in der Kreisliga A vergangene Saison. Im Vergleich zur A-Jugend ist das Tempo natürlich höher und das Spiel körperbetonter. Im Team fühle ich mich sehr wohl, die Mannschaft harmoniert gut und auch außerhalb des Platzes kommt man sehr gut miteinander aus.

Derzeit bist du Stammspieler in unserer „Zweiten“, man sieht dich aber auch immer wieder als Ersatzspieler auf der Bank unserer „Ersten“. Teilweise hast du ja auch schon Einsatzzeiten dort bekommen. Wie sind deine persönlichen sportlichen Ziele und was fehlt dir noch, um unverzichtbar für unser Bezirksliga-Team zu werden?

Klar! Das Ziel ist es in den Kader der Ersten zu kommen, wobei ich jedoch sehr gerne in der Zweiten spiele. Hier habe ich meistens die Möglichkeit 90 min zu spielen und kann mich somit ja auch weiter verbessern. Ausdauertechnisch komme ich mit 90 Minuten verhältnismäßig gut zurecht. An Ballgefühl und vor allem im Abschluss muss ich mich auf jeden Fall noch verbessern.

Der Saisonstart unseres Bezirksliga-Teams ist ja alles anders als erfolgreich. Du bist nah dran. Wo siehst du das Team, hat jetzt schon der Abstiegskampf begonnen und was sind die Gründe aus deiner Sicht, warum es bislang erst zu einem Saisonsieg und drei Unentschieden gereicht hat?

In erster Linie sieht man natürlich nur die Ergebnisse und Zahlen auf dem Papier. Wer jedoch näher bei der Mannschaft dabei ist, merkt, dass das Team super funktioniert. Es macht Spaß ins Training zu gehen und das hat sich deutlich ins Positive verändert in den vergangenen 2-3 Jahren, soweit ich das beurteilen kann. Wir sind eine sehr junge Truppe, der Großteil kommt aus den umliegenden Orten und die meisten sind schon langjährige Mitglieder im Verein. Man kennt sich untereinander und unternimmt auch außerhalb des Platzes gemeinsame Aktivitäten.

Jetzt zu Dir. Du entstammst ja aus einer sportbegeisterten TURA-Familie. Mama Karin war lange Jahre als Abteilungsleiterin „Kinderturnen“ beim TURA aktiv, dein Vater Thomas ist schlichtweg eine „TURA-Volleyball-Legende“. Wie sehr hat dich das familiäre Umfeld geprägt und gibt es auch Gedanken, die Sportart zu wechseln? Einige würden „Dome“ gern im TURA-Volleyball-Team sehen?


Klar, man hat schon im Kindesalter viel Kontakt zu dem Verein und kennt auch die ein oder anderen Leute hinter den Kulissen. Es entwickelt sich eine Verbundenheit und es ist keine Seltenheit nach dem Training der Letzte in der Kabine zu sein. Was das Thema Volleyball angeht habe ich tatsächlich vor ein paar Jahren mit dem Gedanken gespielt die Sportart zu wechseln. Ich war auch ab und zu im Volleyball-Training. Beim Volleyball fehlt mit jedoch der Zweikampf mit dem Gegner. Außerdem, auch wenn mir hierbei die Volleyballer wiedersprechen, ist Fußball doch der laufintensivere Sport und das darf von mir aus auch gern so bleiben.

Dein jüngerer Bruder Marcel spielt ja auch beim TURA in der A-Jugend. Ist der „Kleine“ nicht auch mal nervig? Wie ist Euer Kontakt untereinander und wer ist aus deiner Sicht der sportlich talentiertere?

Naja, im Bereich sportliche Erfolge ist der „Kleine“ mir weit voraus - nicht jeder wird - !Achtung Horst! - zum Torwart des Turniers auf dem Genswosen gewählt, oder verzeichnet schon früh Erfolge als Stützpunkt-Torwart. Da ist man schon stolz auf seinen Bruder. Im Volleyball macht er auch eine sehr gute Figur wobei ich ihn aber früher oder später eigentlich schon gerne als Teamkollege im Kasten der TURA sehen würde. Wir sind ja auch nicht die ersten Brüder im TURA-Trikot.

Der TURA hat seit einigen Jahren eine Spielgemeinschaft in der Jugend mit dem SV Tüngental. Du hast als Jugendspieler hautnah die SG TURA/Tüngental gespürt und erfahren, wie es dort läuft. Wie schätzt Du das Miteinander in der dieser SG ein und worin entscheiden sich denn die Vereine am meisten? Übrigens, für unsere Jugendteams werden noch Trainer und Betreuer händeringend gesucht. Wäre das nicht was für dich?

Anfangs war es natürlich erst einmal eine Umstellung, jedoch harmonierte unser Team erstaunlich schnell und gut.  Die Spielgemeinschaft in der A-Jugend war auf jeden Fall ein Erfolg. Das Team hat sich super verstanden unter bester Betreuung durch die Trainer Tim „Paule“ Hofmann und Johannes „Joggel“ Wittmann. Unter Coach Paule habe ich mich auf jeden Fall fußballerisch deutlich verbessern können. Ausfahrten wie nach München oder in die Schweiz zum Skifahren, waren super organisiert und für jeden Teilnehmer eine grandiose Erfahrung. Hierbei im Allgemeinen nochmal ein Dank im Namen der ganzen Mannschaft an Betreuer und Sponsoren und vor allem an unsere Trainer! Leider fehlt mir für eine Aufgabe als Jugendtrainer schlichtweg die Zeit, da ich ja während den Theoriephasen unter der Woche nicht mal selbst ins Training gehen kann.

Wir haben ja schon gehört, dass du in diesem Jahr zu den „Aktiven“ gewechselt bist. Wie empfindest du das Miteinander dort, welche Spieler beeindrucken dich am meisten und ist Trainer Vio Ratoi tatsächlich so eine „emotionale Rakete“ wie viele behaupten?
Wie bereits schon öfters erwähnt ist der Umgang innerhalb der Mannschaft und von Mannschaft zu Trainer Vio sehr lobenswert. Wenn ich mir einen „Lieblingsspieler“ auswählen müsste, würde meine Wahl wahrscheinlich auf Vincent Butzer fallen, der trotz seines jungen Alters eine sehr übersichtliche und balltechnisch sichere Spielweise hat und mit großem Einsatz und hoher Laufbereitschaft heraussticht. Mit dem verletzen Simon Trumpp fehlt in nächster Zeit leider ein sehr wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Die Beschreibung „emotionale Rakete“ unterschreibe ich direkt. Ich finde es stark wie Vio es schafft alle Spieler dazu zu bringen sich 100% auf das Spiel zu fokussieren und auf dem Platz alles zu geben.

Mit der „Zweiten“ geht es jetzt bereits am Samstag gegen die Reserve des TSV Gaildorf, die „Erste“ spielt am darauffolgenden Sonntag gegen Dünsbach. Was ist für beide Teams drin?

Nach dem vergangenen Wochenende bin ich der Meinung, dass alle Spieler diese Woche noch eine Schippe mehr drauf packen und noch mehr aus sich raus holen werden für 6 Punkte. Für die Zweite Mannschaft kann ich sagen, dass wir die vielen Fehlpässe abstellen müssen, die uns, meiner Meinung nach, gegen Ottendorf die Punkte gekostet haben. Wir sind auf jeden Fall in der Lage uns gute Torchancen zu erarbeiten, wie im Spiel gegen Hessental bewiesen. Diese wiederum zu nutzen, ist ein weiterer Punkt, bei dem ich auch bei mir persönlich noch einiges drauflegen muss.

Was machst du am nächsten Samstag nach dem Spiel gegen Gaildorf II

    a) wenn wir gewinnen?
 
Dann lädt mich de Horst für die vielen Fragen bestimmt auf n Bier ein.

    b) wenn wir verlieren?

Ich werde alles dafür geben, dass ich vom Horst auf ein Bier eingeladen werde.

Vielen Dank Dominik für das tolle Interview. Zum guten Schluss noch Deine Tipps fürs Wochenende:

        TURA 2:1 TSV Dünsbach        TURA II 3:0 TSV Gaildorf 2

Klicken Sie sich hinein und erleben Sie eine Herzergreifende Geschichte eines jungen Mannes...     

Es ist ein trüber, regnerischer Vormittag, als Kebba Fadera zuhause angetroffen werden kann. Dick eingemummt und erkennbar erkältet öffnet Kebba die Haustür und bittet um Verständnis, dass er seine Wohnung nicht verlassen kann.

Das letzte Spiel in strömenden Regen beim SSV Schwäbisch Hall hat dem 21-jährigen Gambier gesundheitlich den Rest gegeben.

Kebba ist krank, man sieht ihm das an und trotzdem steckt er seinen gegenüber mit seinem Lachen und seiner positiven Lebenseinstellung an.
 

Freuen sie sich, lieber Leser, auf die spannende, aber ebenso bedrückende Lebensgeschichte unseres Vereinskameraden, der seit knapp 30 Monaten in Deutschland lebt und zwischenzeitlich fast perfekt die deutsche Sprache spricht.



Hallo Kebba, wie geht es Dir, so richtig gesund siehst Du heute ja nicht aus?

 

Oh je, mich hat es erwischt. Der Arzt hat mich krankgeschrieben. Am letzten Sonntag habe ich ja mit unserer 2. Mannschaft in Heimbach gespielt. Es hat geregnet, es war windig und kalt. Ich fühle mich in Deutschland, besonders hier beim TURA, sehr wohl, allerdings habe ich mich an dieses Wetter hier noch nicht gewöhnen können. In Gambia ist es im Winter schon sehr kalt, wenn es knapp unter 20 Grad hat. Solche Temperaturen werden hier ja schon als Sommer wahrgenommen.

 

Vielen TURA-Fans kennen dich als sprunggewaltigen Torhüter oder pfeilschnellen Außenstürmer. Wir alle haben dich hier sehr ins Herz geschlossen. Lass uns doch etwas mehr über dich erfahren.

 

Ich bin 1996 in Gambia, in der Stadt Brikama, geboren. Brikama ist etwa eine halbe Autostunde von der Hauptstadt Banjul entfernt. Meine Mutter ist gestorben, als ich zwei Jahre alt war. Mein Vater starb, als ich 6 Jahre alt war. Geschwister habe ich keine. Aufgewachsen bin ich bei meinem Onkel. Er war ein hochrangiger Soldat in Gambia. Er hat mich wie seinen eigenen Sohn großgezogen. Wir alle haben in Gambia Fußball gespielt. Fußball ist in Gambia Volkssport Nummer eins.  Mit 12 Jahren hat der Manager einer Fußballakademie mich in einem Spiel beobachtet. Er mich gefragt, ob ich nicht in seine Akademie kommen wolle. Ich spielte damals als Torhüter. Meine Freunde nannten mich „Oliver Kahn“. Jeder kleine Fußballspieler in Gambia hat den Spitznamen eines bekannten Fußballstars. Ich war  der Oliver Kahn. Übrigens, die Position des Torhüters ist in Gambia bei den Kids sehr beliebt.  

 

Wie kam es dazu, dass du aus deinem Heimatland geflohen bist?

 

Wie ich ja vorhin schon gesagt habe, war mein Onkel ein hochrangiger Offizier. Ihm wurde vorgeworfen, einen Putsch zu organisieren.

Mein Onkel wurde festgenommen, mich hat man dann auch mitgenommen. Ich war da 14 Jahre alt.

Die Leute wollten, dass ich schlechtes über meinen Onkel sage. Das konnte ich aber nicht, weil er ein guter Mensch war. Ich wurde mit Säure gefoltert, man sieht die Spuren noch an meinem Körper. Dann hat man mich in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte ich fliehen. Mein Onkel wurde umgebracht.

Mir gelang die Flucht in den benachbarten Senegal. Dort lebte ich fast zwei Jahre. Ich habe mich mit kleinen Jobs über Wasser gehalten, ein wenig Geld verdient.

Mir war klar, dass ich nicht mehr nach Gambia zurückkonnte. Es war dort auch niemand mehr, der auf mich wartete.

 

Wie ging es dann mit dir weiter?

 

Über den Mali, Burkina Faso, dem Niger kam ich nach Libyen. Es war die Hölle dort. Auch dort verdiente ich mit Gelegenheitsjobs ein wenig Geld, um weiter nach Europa zu reisen. Fast ein Jahr hielt ich mich in Libyen auf. Dann gelang mir die Flucht in einem Boot. Ich konnte nicht Schwimmen und natürlich hatte ich große Angst. Von Italien aus kam ich nach Deutschland. Zuerst Karlsruhe, dann Mannheim und dann nach Schwäbisch Hall.

 

Wie hast du die erste Zeit in Schwäbisch Hall in Erinnerung?

 

Ich habe in der Asylunterkunft einige Landsleute kennen gelernt. Für mich war das Wichtigste, die deutsche Sprache zu lernen. Mir war klar, dass ich keine Zukunft mehr in Gambia habe, deshalb wollte ich alles dafür tun, mir hier eine Zukunft aufzubauen. Ich habe jetzt zwei Jahre ununterbrochen die Sibilla-Egen-Schule in Schwäbisch Hall besucht. Dort habe ich Deutsch gelernt, so dass ich jetzt fast alles verstehen und auch sprechen kann. Ich kam von Anfang an gut in der Schule mit. Dort habe ich auch viele neue Menschen kennengelernt, die mir hier im Alltag auch toll geholfen habe. Das Beste, was mir jedoch passieren konnte, war, beim TURA Untermünkheim Fußball zu spielen.

 

Wie kamst du eigentlich mit dem TURA-Fußball in Kontakt?

 

Mir war klar, dass ich auf jeden Fall Fußball weiterspielen wollte. Deshalb bin ich auch gleich nach meiner Ankunft ins Training gegangen. Zunächst war ich beim SSV Schwäbisch Hall. Da hat es mir nicht so gut gefallen. Die Leute dort waren nicht so offen zu mir. Dann hatte ich Kontakt zu „Jogi“ Pfisterer (ehem. A-Jugendtrainer beim TURA, Anm. d. Red.). Jogi nahm mich mit zum Training nach Untermünkheim. Dort habe ich mich gleich wohlgefühlt. Die Mitspieler waren zu mir total nett, ich fühlte mich sofort gut aufgenommen und mir hat das Training großen Spaß gemacht. Überhaupt habe ich „Jogi“ sehr viel zu verdanken. Er hat mich immer abgeholt, hat nach mir gesehen und mir immer geholfen. Ich hoffe, er liest das jetzt, vielen Dank „Jogi“!

 

 

Jetzt bist du bei den Erwachsenen angekommen. Wie gefällt es dir dort?

 

Der TURA ist für mich wie eine große Familie. Dies meine ich tatsächlich so. Ich habe den Menschen hier im Verein auch so viel zu verdanken. Die Fans, die Betreuer wie „Paul“ und Mutlu sind wie meine Eltern, meine Mitspieler sind wie meine Brüder. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie alle sehe. Alle sind so offen und freundlich zu mir. Dies freut mich sehr.

Ob ich nun im Tor oder eine Position außen spiele ist mir nicht so wichtig. Hauptsache, ich kann spielen und mit den Jungs Siege zu feiern oder auch gemeinsam zu verlieren. Ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt. Mir macht es überall Spaß. 

 

Wie zufrieden bist du mit der sportlichen Situation hier beim TURA?

 

Ich bin sehr zufrieden. Klar, die Jungs der zweiten Mannschaft tun mir leid, da wir doch mehr verlieren als das wir gewinnen. Das kann sich aber auch schnell wieder ändern. 

Über die Entwicklung unserer „Ersten“  freue ich mich sehr. Die Jungs kämpfen, geben alles, da macht es mir total Spaß. Das Spiel kürzlich gegen den Tabellenführer Gaisbach war toll. Unter Flutlicht in Haagen, dies hat mir richtig gut gefallen. Es gibt bei uns in Gambia ein Sprichwort, dass sinngemäß so übersetzt werden kann: „Wir haben zwei Beine, zwei Schultern, einen Kopf. Der Gegner hat nicht mehr.“

 

Wie geht es für dich weiter? Welche Ziele hast du dir vorgenommen?

 

Es ist so, dass ich als Asylbewerber aus Gambia keine Chance habe, Schutz zu bekommen. Leider wurde mein Asylantrag abgelehnt. Über eine Spendenaktion beim TURA konnte ich jetzt einen Anwalt nehmen. Er prüft alles, wie es genau da weitergeht weiß ich nicht. 

Ich arbeite jetzt ja bei der Fa. Reinwald. Martin Reinwald, der Firmenchef, hat mir die Möglichkeit gegeben. Gerne würde ich dort bleiben und auch den Beruf des Bauflaschners lernen. Ich möchte mein eigenes Geld verdienen, hier leben.In Gambia ist niemand mehr da, zu dem ich zurück kann. Ich habe dort keine Zukunft.Zwischenzeitlich habe ich auch eine deutsche Freundin. Sie wohnt in Nürnberg. Wir sehen uns oft an den Wochenenden. Ich habe sie bei einem „afrikanischen Fest“ kennengelernt.

Sie sagt zu mir, ich sei schon ein richtiger Deutscher geworden. Es ist lustig, ich träume oft auch in deutscher Sprache. Meine Freundin fragt dann, was denn mit mir los ist. Mein Lieblingsessen hier in Deutschland ist Kartoffelsalat. Besonders der von Frau Kraft aus der Krone in Enslingen. Liebe Frau Kraft, das ist der beste Kartoffelsalat der Welt!.

Vielen Dank an Alle, die mir geholfen habe. Jetzt hoffe ich auf einen Sieg gegen Kirchberg. Dann wird es ein tolles Wochenende. 

Vielen Dank, lieber Kebba, für das offene Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute und weiterhin viel Freude hier bei unserem TURA.

 

Alexander Dierolf

 

Betreuer beim TURA Untermünkheim

 

 

 

 

 

Zur Person:

Alter:                 30 Jahre

Familienstand:   ledig

Kinder:              keine

Wohnort:           Schwäbisch Hall

Beruf:                Industriemeister Metall

Bisherige Vereine:               TURA Untermünkheim

Größte sportliche Erfolge:   mehrere Meistertitel in der Jugend

Hobbys (außer Fußball):     Freunde treffen

Bevorzugtes Essen:             Zwiebelrostbraten

Bevorzugtes Getränk:          Cola Weizen

 

Frage 1)

Hallo Alex, es steht heute das letzte Spiel für den TURA

Untermünkheim in der Landesliga Württemberg, Staffel 1,

an. Der Abstieg in die Bezirksliga ist besiegelt. Mit welchen

Gefühlen gehst du in dieses Spiel

 

Natürlich ist es schade, dass wir jetzt in die Bezirksliga absteigen

nach den schönen Jahren in der Landes- und Verbandsliga,

aber ich sehe es auch als Chance für einen Neuanfang.

 

 

Frage 2)

Die letzten Wochen waren für Spieler/Trainer und Betreuer

und vor allem auch für die TURA-Fans alles andere als

leicht. Wie hast du die Stimmung im Umfeld wahrgenommen

und mit welchen Hoffnungen gehst du in die neue

Saison?

 

Das Umfeld und die Spieler waren ohne Zweifel traurig über den

Abstieg, aber es gab auch viele aufmunternde Worte von

den Fans. Ich bin mir sicher, dass wir nächste Saison eine

schlagkräftige Mannschaft haben und ich hoffe, dass die

TURA-Fans uns auch in der neuen Saison tatkräftig unterstützen.

 

Frage 3)

Du als Betreuer bist ja relativ nah dran an den Teams. Wie

konnte es aus deiner Sicht zu dieser desaströsen

Rückrunde kommen?

 

Dies hat ohne Zweifel mehrere Gründe. Viele Leistungsträger

fielen verletzt aus. Zudem fehlte das Selbstvertrauen und

sicherlich auch die Erfahrung der vielen jungen Spieler um die

Klasse in der Landesliga letztendlich halten zu können.

Zuversichtlich stimmt einen jedoch, dass es an der Einstellung der

Spieler nicht gefehlt hat sondern mehr an der fehlenden

breite im Team.

 

Frage 4)

Jetzt heißt es die Situation anzunehmen und in der Bezirksliga

sich zu stabilisieren. Was stimmt dich hoffnungsfroh,

dass die neue Saison in der Bezirksliga bessere Ergebnisse

bringt?

 

In der neuen Saison werden hoffentlich alle verletzten Spieler

wieder einsatzbereit sein und mit gezielten Verstärkungen

auch die breite für eine lange und schwierige Saison gegeben sein.

Ich hoffe, dass wir uns nächste Saison gut in der

Bezirksliga etablieren.

 

Frage 5)

Für unsere zweite Mannschaft sieht es nach den

Punktabzügen am grünen Tisch sowie der Niederlage am

vergangenen Sonntag auch schlecht aus. Es scheint der

Abstieg unvermeidbar. Siehst du noch eine realistische

Chance, die Klasse zu halten.

 

Natürlich haben wir auch mit der zweiten Mannschaft eine

schwere Situation und ein schweres Restprogramm, aber wenn

man sich die Tabelle hier genau anschaut sieht man deutlich das

hier noch Chancen auf den Klassenerhalt bestehen und

diese gilt es nun auch zu nutzen. Wir werden in den letzten beiden

Spielen alles geben und versuchen die nötigen Punkte zu

holen.

 

Frage 6)

Du selbst wirst weiterhin ehrenamtlich für den

TURA-Fußball arbeiten. Dies ehrt dich sehr, wenn man sieht,

wie viele Spieler und Funktionäre in den letzten Jahren

gegangen sind. Was reizt dich an deiner Arbeit und wie sehen

da deine Aufgaben genau aus?

 

Es macht mir Spaß ein Teil der Mannschaft zu sein und an der

Kameradschaft teilzuhaben, genau deshalb möchte ich mich

hier gerne weiter einbringen und somit auch meinen Teil für einen

Neuanfang beitragen. Meine Aufgaben sind die

Betreuung Rund-ums- Spiel, um hier den Trainer möglichst viel

Zeit zu geben um sich um die Mannschaft kümmern zu

können. Trikots vorbereiten, die Schiedsrichter zu betreuen aber

auch den Spielern die Unterstützung zu geben die Sie für

die Spielvorbereitung benötigen.

 

Frage7)

Du hast jetzt ja schon viel rund um den TURA erlebt. An was

erinnerst du dich noch besonders gern zurück, welches

Erlebnis würdest du am liebsten aus dem Gedächtnis

streichen?

 

Die Aufstiege in die Landes- und Verbandsliga waren sicherlich

besondere Highlights an die man sich immer wieder gerne

erinnert. Den Abstieg aus diesen beiden Spielklassen behält man

sicherlich nicht so gerne im Gedächtnis.

 

Frage 8)

Die Sommerpause steht nun kurz bevor. Freust du dich auf

einige Wochen „fußballfreie Zeit“ oder wäre es dir lieber,

es würde gleich weitergehen?

 

Ein paar freie Tage um Kraft zu tanken werden wir alle sicherlich

benötigen, wir freuen uns dann aber auch schon wieder

wenn es wieder losgeht und wir die Dinge wieder gemeinsam

angehen können.

 

Frage 9)

Nach 13 Jahren Landesliga, davon 2 Jahre Verbandsliga, geht

es nun wieder zurück in den Bezirk Hohenlohe. Was

wünscht du dir für die Zukunft, wo siehst du den

TURA-Fußball in 5-10 Jahren?

 

In erster Linie beginnt nun erst einmal ein kompletter Neuanfang,

was ja auch immer sehr spannend ist. Auf die Bezirksliga

freue ich mich auch schon ein wenig, da hier doch wieder mehr

Regionalität und dadurch mehr Derbys als in der Landesliga

zu sehen sind. Eine so lange Zeit vorrauszuschauen ist im Fußball

sicher immer schwierig, für uns ist es nun einfach wichtig

sich in der neuen Spielzeit in der Bezirksliga zu etablieren und

wieder erfolgreicheren Fußball zu spielen.

 

Frage 10)

Zuletzt von dir noch ein paar aufmunternde Worte an die

TURA-Fans?

 

Ich denke unsere Fans haben immer zum TURA gehalten und

ich bin mir auch sicher das es auch weiterhin so sein wird.

Wir sind optimistisch dass nach diesem sportlich, schweren Jahr

auch wieder erfolgreichere Zeiten kommen werden und

dazu brauchen wir unsere Fans natürlich auch weiterhin.

 

 

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim : TSV Crailsheim 2:1

TURA Untermünkheim II : SV Dimbach 3:0

TURA III : SV Dimbach 4:0

 

 

Matthias Kolb

Spieler beim TURA Untermünkheim 

Zur Person:

Alter:                   24 Jahre

Familienstand:   ledig

Kinder:               keine

Wohnort:             Brachbach

Beruf:                 Student (Agrarwissenschaften)

Bisherige Vereine: immer TURA

Größte sportliche Erfolge:  Turniersieg beim internationalen Turnier in Rimini, Verbandsligaeinsätze

Hobbys (außer Fußball): Ski fahren, Fitness

Bevorzugtes Essen: Sauerbraten mit Spätzle

Bevorzugtes Getränk: Spezi, Natur-Radler

 

Hallo Matthias, die Fußballer des TURA Untermünkheim machen gerade keine einfache Zeit durch. Der Abstieg in die Bezirksliga steht fest. Wie erlebst du gerade diese Situation und wie gehst du, als 100%iger TURANER damit um?

 

Ich bin erst im Laufe der Wintervorbereitung so richtig vom Kreisliga- zum Landesligateam gestoßen. Die ersten Partien haben wir vor allem gegen die vorderen Mannschaften noch gut mitgehalten, gegen die Teams aus dem hinteren Drittel in letzter Zeit jedoch immer wieder die Grenzen aufgezeigt bekommen. Jedes Spiel einige Gegentore zu bekommen ist immer frustrierend. Die Situation ist im Moment für alle nicht leicht, da zum Teil die Spannung und Motivation fehlt, weil es um nichts mehr geht. Auf der anderen Seite müssen wir aber dennoch die Spiele absolvieren und im Training anwesend sein. Ich persönlich versuche mich trotz unserer Lage immer reinzuhängen, auch wenn es für mich als ungelernten Innenverteidiger gegen die oft erfahrenen und abgezockten Stürmer nicht einfach ist.

 

Formulieren wir es mal vorsichtig: Derzeit ist einiges im „Fluss“. Wer geht oder bleibt scheint noch nicht richtig festzustehen. Wie kann es gelingen, in der Bezirksliga wieder Fuß zu fassen?

 

Ich hoffe natürlich, dass die Mannschaft nicht komplett auseinander bricht und wir trotzdem noch einen starken Kern zusammenhalten können. Wir müssen diesen Abstieg als Chance sehen und wieder bei den einfachen Dingen anfangen. In der Bezirksliga kommt es viel darauf an, ob die Mannschaft auf dem Platz als Einheit agiert und das müssen wir als Ziel haben. Hier müssen vor allem die erfahrenen Spieler vorangehen. 

 

Im TURA stehen zahlreiche junge Spieler, die jetzt sogar schon in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Teilweise ist das Niveau dort für unseren Nachwuchs doch etwas hoch. Ist gerade für diese Spieler die Bezirksliga nicht der „ideale Tummelplatz“ oder müssen wir uns auch in der Bezirksliga auf mehr Niederlagen als Siege einstellen?

 

Es ist ein enormer Schritt vom Jugendfußball zum Aktiven-Bereich und diese Erfahrung muss man eben erst machen. Ich mach da auch niemand einen Vorwurf, denn die Jungs mit teilweise 18 Jahren und dürften noch A-Jugend spielen sind bei uns mittlerweile Stammspieler und haben großes Potenzial. Für diese Nachwuchsspieler kann die Bezirksliga eine gute Chance sein, sich weiter zu entwickeln. Wie die kommende Saison läuft kann ich leider nicht voraussehen. Ganz wichtig sind natürlich die Vorbereitung und der Saisonbeginn. Wenn dies gelingt, hoffe ich natürlich auf mehr Siege als Niederlagen. 

 

Du selbst bist ein Spieler mit sehr großem Potenzial, allerdings laborierst du häufiger an Verletzungen. Wie sieht es denn derzeit bei dir aus. Bist du fit und heiß genug auf die neue Saison?

 

Ja, leider gibt es kaum eine Saison, bei der ich nicht verletzungsbedingt ausfalle. Derzeit sieht es allerdings relativ gut aus, abgesehen von kleinen Blessuren nach den Spielen. Hier will ich die Sommerpause aber zum Regenerieren und Abschalten nutzen. Ich freue mich bereits jetzt auf die neue Saison, da auch für mich die Bezirksliga Neuland ist. Hier gibt es wieder einige Derbys gegen bekannte Mannschaften/Spieler/Freunde und hoffentlich auch erfolgreichere Zeiten für die TURAner. 

 

Unsere zweite Mannschaft spielt eine ganz hervorragende Rückrunde. Vio Ratoi eilt mit seinen Jungs von Sieg zu Sieg. Wird unsere „Zweite“ die Kreisliga-A halten können und wie schwer wird ein Abstieg für die Jungs dieser Truppe?

 

Ich bin echt froh, dass es hier unter Vio wieder aufwärts geht. Die Vorrunde, bei der ich auch noch mitgewirkt habe, war ja leider sehr durchwachsen. Natürlich hoffe ich auf den Klassenerhalt, welcher durch den 4-Punkte-Abzug jedoch noch schwerer wird. Aber trotzdem glaube ich noch daran und helfe bei Bedarf auch gern mit.

 

Ein Abstieg wäre sehr schade, da die Mannschaft in den letzten Jahren gezeigt hat, was sie im Stande ist zu leisten. Dies haben wir diese Saison aber leider zu selten auf den Platz bekommen.

 

„Erste“ und „Zweite“ werden zukünftig wieder mehr gemeinsam trainieren und wohl auch an denselben Tagen spielen. Siehst du darin eher einen positiven Effekt oder bist du eher ein Befürworter einer klaren Trennung von erster und zweiter Mannschaft?

 

Ich sehe darin eigentlich nur Vorteile. Die Trainingsbeteiligung ist höher, das Aushelfen unter den Mannschaften geht einfacher und ich denke der Zusammenhalt wird dadurch wieder gestärkt. Einigen Spielern ist der Aufwand Samstag und Sonntag zu spielen bzw. bei der anderen Mannschaft auszuhelfen zu groß. Dieses Problem haben wir damit voraussichtlich nicht mehr. So kann auch nach einem gemeinsamen Training oder Spieltag der Abend zusammen verbracht und gefeiert werden.

 

Du bist noch mitten im Studium, wirst später aller Voraussicht nach den elterlichen Betrieb übernehmen. Wie schaffst du den Spagat zwischen Fußball und Studium und was reizt dich konkret in der Landwirtschaft?

 

Im Moment bin ich zu Hause, ab Herbst werde ich aber wieder studieren. Der Spagat ist oftmals nicht ganz so einfach und auch stressig, denn samstags oder auch unter der Woche wird abends noch länger gearbeitet. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich gerade noch pünktlich zum Training komme. Hier habe ich aber zum Glück einen Vater, der weiß wie viel mir der Fußball bedeutet und auch selbst gerne auf den Sportplatz. Geht. Mich reizt vor allem die abwechslungsreiche Arbeit in und mit der Natur. Außerdem ist es eine große Aufgabe den Kritikern aus den Medien und dem Umfeld die Arbeit authentisch zu erklären. Durch die ganze Bürokratie und Einschränkungen sind wir dennoch die Nährstoff-lieferanten der Bevölkerung, was bei den Leuten zu oft in den Hintergrund gerät.

 

Streifen wir noch kurz den großen Fußball: Für welches Team schlägt da dein Herz am höchsten? Warum genau dieses Team und wie siehst du die Entwicklungen im internationalen Profifußball?

 

Mein Herz schlägt hier schon immer für Bayern München. Entweder man liebt die Bayern oder man hasst sie, aber ich finde diese „MiaSanMia“-Mentalität etwas ganz besonderes. Der internationale Profifußball wird immer mehr von Geld und absurden Ablösesummen bestimmt. Dennoch sieht man an manchen Vereinen auch in der Champions League, dass meistens nicht die Superstars den Erfolg bringen, sondern das Team.

 

Trotz der derzeitigen sportlichen Talfahrt. Was schätzt du am Untermünkheimer Umfeld besonders und wie wichtig war es für dich, am Sportgelände die Infrastruktur zu verbessern? Was muss doch noch unbedingt verbessert oder in Angriff genommen werden?

 

Ich denke, dass die Basis für die nächsten Jahre jetzt gelegt ist. Die Umkleidekabinen und der Vereinsraum sind auf dem neusten Stand. Jetzt liegt es aber an dem Verein und auch an uns Spielern, dieses Gebäude mit Leben zu füllen. Hier muss sich noch einiges tun, damit UNSER Steinach wieder die Zuschauer anzieht und es zu einer echten Heimspielfestung wird. Es wäre wieder ein schönes Gefühl nach einem Heimsieg zusammen mit den Zuschauern und den Spielern den Abend ausklingen zu lassen.

 

Was möchtest du im Mai des nächsten Jahres über dich in der Zeitung lesen?

 

Über mich persönlich muss ich da eigentlich gar nichts lesen. Ich hoffe einfach, dass es wieder erfreulicheres über TURA zu berichten gibt und werde versuchen, mich so gut wie möglich daran zu beteiligen. Vielleicht springt ja das ein oder andere entscheidende Tor dabei für mich heraus, welches die Mannschaft weiterbringt ;-)

 

Deine Tipps für die Spiele am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim  : SpVgg Gröningen-Satteldorf           1:1

 

TURA Untermünkheim II  : SSV Schwäbisch Hall                  3:1

 

Zur Person:
Alter:                           28 Jahre            
Familienstand:            ledig
Kinder:                        keine
Wohnort:                     Enslingen 
Beruf:                          Kaufmann
Bisherige Vereine:      immer TURA
Größte sportliche Erfolge:  C-Jugend-Meister
Hobbys (außer Fußball):     Ski fahren
Bevorzugtes Essen:    Zwiebelrostbraten
Bevorzugtes Getränk: Cola-Weizen

 

Hallo Oli, letzte Woche eine herbe 0:8-Klatsche, davor gab es auch zum Teil deutliche Niederlagen für unser Landesliga-Team. Wie fühlst du dich als bekennender TURA-Fan bei solchen Resultaten?
Es tut mir weh, jede Woche zu sehen, wie wir auseinandergenommen werden. (Anm. d. Red.: So geht es uns Redaktionsmitgliedern im Übrigen auch)

Meinst du, unsere zweite Mannschaft schafft noch den Klassenerhalt. Jetzt haben die Jungs unter Trainer Vio Ratoi eine super Serie hingelegt und womöglich bekommen wir vier Punkte abgezogen. Was sagst du dazu? 
Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt mit unserer „Zweiten“ schaffen. Wenn nun das mit den vier Punkten so kommen sollte, dann schaffen wir das trotzdem. Die Jungs sind grad richtig gut drauf. (Anm. d. Red.: Das Urteil des Sportgerichts erging zwischenzeitlich, unserer Zweiten werden tatsächlich vier Punkte abgezogen.)

Es wird ein Umbruch im TURA-Fußball stattfinden. Was wäre dir dabei wichtig? Sollen weiterhin viele externe Spieler bei uns sein oder doch mehr „Eigengewächse“, auch auf die Gefahr, dass wir dann nicht mehr so hoch spielen?
Ich bin für eine „gemischte“ Mannschaft mit jungen TURAnern und Erfahrenen aus dem Umkreis, damit wir eine gute Bezirksliga-Mannschaft stellen können.

Wie kam es eigentlich, dass du beim TURA Untermünkheim so aktiv bist? Was gefällt dir im Verein, was könnte besser werden?
Bei der „Ersten“ hat mich Paul (Anm. d. Red. Alexander Pavlic, Betreuer) ins Boot geholt, bei der Jugend war es Jugendleiter Tom Baum. Beim TURA gefallen mir die vielen netten Menschen und derzeit könnte das „Sportliche“ im Fußball doch besser werden.

Du bist oft zum SKY-Fußballschauen im Vereinsraum, hilfst da immer wieder auch im Ausschank. Was macht dir daran Spaß und wie ist denn die Stimmung an einem Bundesliga- oder CL-Spieltag?
Wenn man hier das tolle Angebot schon hat, sollte man das auch nutzen. Früher bin ich zum Fußballschauen oft nach Schwäbisch Hall gegangen und heute kann ich es hier mit Freunden tun. Dies ist doch viel besser. Die Stimmung ist immer toll und es gibt oft unterschiedliche Meinungen. Das gefällt mir.

Alle Bundesliga-Teams sind international ausgeschieden. Für welches Team bist du denn neben dem TURA und wie kann der Deutsche Vereinsfußball wieder international erfolgreich sein?
Ganz klar, ich bin großer Fan des FC Bayern München. Ich hoffe, dass das Ausscheiden in der CL im Viertelfinale nur ein Ausrutscher war und dass es nächstes Jahr wieder besser wird. Obwohl, Viertelfinale in der CL ist ja auch nicht so schlecht. Andere Vereine wären froh, wenn sie dies schaffen würden.

Wird Bayern München auch in den nächsten 10 Jahren Deutscher Fußballmeister? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
Dieses Jahr wird der FC Bayern natürlich Meister. Obwohl ich großer Bayern-Fan bin hoffe ich nicht, dass wir jedes Jahr Meister werden, dies wäre dann ja auch zu eintönig. Aber Leipzig sollte auch nicht unbedingt Meister werden. Bayern soll lieber in den nächsten 10 Jahren dreimal die Champions-League gewinnen, das wäre mir am allerliebsten.

Du kennst ja alle Fußballer des TURA. Wer ist denn der Verückteste und wen würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?
Beides Mal ganz klar:Joschka Karle.

Nach 13 Jahren ist es erst einmal vorbei mit Landesliga-Fußball in Untermünkheim. Siehst du darin auch eine Chance? Freust du dich auf die Bezirksliga und den dann „freien“ Samstag?
Ich freue mich nur teilweise auf den freien Samstag. Zu Landesligazeiten konnte ich samstags auf den Sportplatz und dann sonntags zur „Zweiten“.

Wie kann man derzeit die TURA-Fans aufmuntern, aufgrund der schlechten Ergebnisse und Tabellenplätze? Fällt dir dazu was ein?
Ich hoffe, wir holen mit der „Ersten“ noch einige Punkte und werden mit der „Zweiten“ nicht absteigen, so dass wir doch noch einen einigermaßen versöhnlichen Rundenabschluss haben.

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende: (Zweite ist spielfrei!)
TURA Untermünkheim : FC Viktoria Backnang    2 : 1    

 

 

Tom Baum

 

Abteilungsleiter Fußballjugend beim TURA Untermünkheim

 

 

 

Zur Person:

Alter: 21

Familienstand: ledig

Kinder: keine

Wohnort: Untermünkheim

Beruf: Industriekaufmann bei der Fa. OPTIMA

Bisherige Vereine: TuRa Untermünkheim

Größte sportliche Erfolge: B-Jugend Meister

Hobbys (außer Fußball): Familie, Freunde treffen, Tough Mudder

                                        (Hindernisläufe), Handbal

Bevorzugtes Essen: Pizza

Bevorzugtes Getränk: Orangensaft

 

Frage 1)

 

Hallo Tom, zurzeit hat man es als TURA-Fan nicht gerade

leicht. Unsere 1. Mannschaft scheint wohl nach 13 Jahren

Landes- bzw. Verbandsligafußball in die Bezirksliga

Hohenlohe abzusteigen. Unsere Zweite kämpft nach einer

völlig verkorksten Vorrunde nun um den Klassenerhalt in der

Kreisliga A. Welche Auswirkungen hat denn diese Situation

auf unseren fußballerischen Nachwuchs?

 

Natürlich beschäftigen sich die Jugendspieler auch mit der

Situation der Aktiven. Jedoch würde ich nicht sagen dass es

große Auswirkungen auf unsere Jugendarbeit hat. Die Spieler sind

in allen Altersklassen sehr motiviert. Wir spielen mit der

A-, B-, und D-Jugend derzeit um den Aufstieg in die

Bezirksstaffel und mit der C-Jugend um den Klassenerhalt in der

Bezirksstaffel.

Zudem darf man nicht vergessen, viele Vereine würden nur zu

gerne in der Bezirksliga spielen. Das ist auch für die

Jugendspieler attraktiv.


Bei der zweiten Mannschaft bin ich mir sehr sicher, dass wir die

Klasse halten.

 

Frage 2)

 

Du bist Jugendleiter und auch gleichzeitig Trainer der

F-Jugend. Wie sieht denn eigentlich so eine normale Woche

im Alltag eines engagierten Ehrenamtlichen aus? Gibt´s denn

auch mal ein fußballfreies Wochenende?

 

Im Prinzip räume ich jeden Tag Zeit für den TURA ein. Zurzeit ist

es überwiegend die Vorbereitung der Sportwoche.

Dazu kommen dann die fixen Termine wie das Training und die

Spiele meiner F-Jugend.

Außerdem versuche ich bei so vielen Jugendspielen wie möglich

mit dabei zu sein, dass sehe ich als einen wichtigen Teil in

meiner Funktion als Jugendleiter. Schließlich sollen die Kinder

und Jugendlichen auch wissen wer ihr Jugendleiter ist. Dazu

kommen dann in so einer „normalen Woche“ verschiedene

Kleinigkeiten wie Gespräche mit den Trainern, Spielern oder

auch Eltern.


Fußballfreie Wochenenden gibt es bei mir eigentlich so gut wie

nicht, entweder schaue ich die Spiele vom VfB Stuttgart

oder vom TURA.

 

In der Winterpause werden Turniere sowie Vorbereitungsspiele

unsere Mannschaften ausgetragen, außerdem schaue ich

dann auch gerne die Hallenturniere im Fernseher an. Im Sommer

stehen ja dann immer wieder große Turniere an (Confed

Cup, WM, EM) die ich natürlich dann auch sehr gerne verfolge.

Dazu kommen dann auch hier wieder die

Vorbereitungsspiele unserer TURA Mannschaften.

 

Frage 3)

 

Seit dieser Saison sind wir mit dem SV Tüngental von der

A-Jugend bis zur E-Jugend eine Spielgemeinschaft

eingegangen. Wie läuft dies denn im Alltag konkret ab und

wie zufrieden bist du mit der Zusammenarbeit mit dem

Haller Teilortsverein?

 

Die Spielgemeinschaft war für uns, so wie auch für Tüngental

notwendig. Im Regelfall ist in jeder Altersklasse ein

Ansprechpartner von uns so wie von Tüngental bei den

Mannschaften mit dabei. Dies erleichtert dann natürlich auch die

Kommunikation mit den Eltern. Die Spiele und

Trainingseinheiten finden abwechselnd bei uns oder in Tüngental

statt.


Insgesamt bin ich sehr zufrieden, natürlich gibt es immer mal

wieder ein paar Dinge die wir noch optimieren müssen, aber

hier finden beide Seiten immer gleich eine schnelle Lösung.


Ziel ist natürlich, das die Kinder und Jugendlichen ihren Spaß

haben, aber auch die Möglichkeit, für Ihre Farben weiterhin

Fußball zu spielen.

 

Frage 4)

 

Zwischenzeitlich hat sich deine Jugendabteilung auch einen

tollen Vereinsbus angeschafft. Wie kam es dazu?

 

Über einen Vereinsbus wurde ja die letzten Jahre immer mal

wieder diskutiert. Ich kann mich sogar noch zu meiner Zeit als

Jugendspieler erinnern, als ein Bus im Gespräch war. Nur wurde

dies nie realisiert.


Letztes Jahr war es ja dann wieder die gleiche Situation, nur das

diesmal vielleicht der richtige Zeitpunkt war. Jörg Pfänder,

Horst Marlok und ich haben uns mehrmals getroffen, uns

Gedanken gemacht wie wir einen Bus finanzieren können. Das

hatten wir eigentlich relativ schnell geklärt, da ein passender Bus

beim Autohaus Zech stand. Der nächste Punkt war dann,

wer kümmert sich hauptverantwortlich um den Bus. Hier hat sich

Thomas Unfried dann dazu bereit erklärt und so wurde

aus unserem dreier Team ein vierer Team.


Der Bus wird natürlich überwiegend von der Fußballjugend

genutzt, kann aber an freien Tagen so wie Wochenenden auch

von anderen Abteilungen auf Anfrage genutzt werden. Hier ist

dann Thomas Unfried der Ansprechpartner.

 

Frage 5)

 

Der Verein hat dich für den DFB-Preis „Fußballheld“

vorgeschlagen. Dort werden gezielt junge Ehrenamtliche

geehrt. Du hast in unserem Bezirk den 3. Platz belegt und

wurdest vom ehemaligen Weltklasse-Schiri Knut Kircher

ausgezeichnet. Wie genau kam es zu der Ehrung und welche

Erinnerung hast du noch daran? Motiviert einen eine

solche Auszeichnung?

 

Wie genau es dazu kam weiß ich nicht. Da steckt wahrscheinlich

Horst Marlok mit seinen Vorstandsmitgliedern dahinter.

Ich hab nur eines Tages einen Brief vom WfV bekommen. Erst

dachte ich, wenn es vom WfV kommt ist es eine Strafe die

wir zahlen müssen. Als ich den Brief dann geöffnet hatte habe ich

mich natürlich sehr gefreut.


Der Abend der Ehrung ist mir noch gut in Erinnerung. Diese fand

in Gerabronn-Dünsbach statt. Knut ist ein sehr lustiger

und angenehmer Mensch und von solchen bekannten

Persönlichkeiten nimmt man natürlich gerne eine Ehrung

entgegen.


Ich würde nicht sagen dass mich so eine Auszeichnung motiviert.

Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten mache ich ja nicht

dafür, damit ich dafür Auszeichnungen erhalte. Hier sehe ich mich

als Fußballer, einzelne Erfolge freuen mich natürlich,

aber am Ende zählt für mich wo mein Team, wo der TURA steht.

 

Frage 6)

 

Wann fiel bei dir die Entscheidung, sich ehrenamtlich beim

TURA zu engagieren? Was motiviert dich besonders,

sich Tag für Tag einzubringen?

 

Die Entscheidung kam eher unbewusst. Als ich noch in der

C-Jugend spielte, wollte ich gerne Schiedsrichter werden.

Daraufhin hat mein Vater bei Joachim Giersch nachgefragt.

Gierschi hat sich dann voll um alles gekümmert und mich zum

Kurs angemeldet.

Der nächste Schritt war dann in der B-Jugend. Unter unserem

Trainer Willi Pfauser hatten wir einen starken Zusammenhalt

in der Mannschaft

Mit Willi lernten wir dann sozusagen das richtige Vereinsleben

kennen. Dazu gehörten verschiedene Aktivitäten, das

Highlight war neben der Meisterschaft unser Turnier in

Neckarrems mit der anschließenden Party „Rock am Zipfelbach“.

An diese zwei Ereignisse wird sich die Mannschaft noch in vielen

Jahren erinnern, da bin ich mir sicher. Daraufhin wollte

ich dann gerne mich als Trainer versuchen. Hier kam dann der

Kontakt mit Roland Weidner zustande. Mit ihm als

Unterstützung im Rücken versuchte ich mich dann in meinen

ersten Jahren als E-Jugendtrainer. Mittlerweile bin ich jetzt in

meiner siebten Trainersaison. Die restlichen Ehrenämter kamen

dann über die Jahre immer wieder hinzu. Hier hat mein

Onkel Roland Schwenzer mich auch immer mal wieder

vorgeschlagen und ins Gespräch gebracht. Egal ob als Beisitzer

im

Hauptausschuss, als Abteilungsleiter Aktiv oder jetzt auch als

Jugendleiter, meine Motivation Tag für Tag erkläre ich damit,

dass ich den Verein voran bringen möchte. Damit wir alle noch

zusammen viel Freude und viele Erfolge beim TURA feiern

können.

 

Frage7)

 

Du bist auch im Orga-Team für die 30.

TURA-Jubiläumssportwoche, die ja bekanntermaßen ab dem

14.Juni 2017

hier auf dem Sportgelände startet. Auf was dürfen wir uns

den besonders freuen? Wie sieht denn das Programm

aus?

 

Hier muss ich mich erst einmal bei Marco Bauer bedanken. Er

leitet das Orga-Team sozusagen. Mit ihm bin ich die letzten

Tage immer wieder in Kontakt.

Wir wollen die Sportwoche wieder insgesamt interessanter

gestalten. Es soll nicht nur Fußball gespielt werden, sondern

auch für die Geschwister die mit zu den Turnieren kommen soll es

ein Programm geben. Wir wollen den ganzen Verein mit

seinen Abteilungen präsentieren.


Mehr möchte ich noch nicht zum Programm „verraten“. Alles

weiter erfahrt ihr dann die nächsten Wochen.

 

Frage 8

 

Kommen wir nochmals auf die aktuelle Situation im Fußball

zurück. Es gibt ja einige TURA-Talente, die schon in

der Jugend in anderen Verein spielen. Wie sieht da denn die

Situation aus? Ist mit der Rückkehr vom einen oder

anderen zu rechnen? Haben wir in unseren Jugend-Teams

genügend Talente, die ebenfalls zu den Aktiven

überwechseln?

 

Natürlich gibt es hier immer wieder Gespräche mit den Jungs.

Egal ob das Mutlu ist, der die ehemaligen TURA-Spieler die

in anderen Vereinen aus der Jugend kommen anspricht, oder ich

wo mit den Jugendspielern spricht. Der Kontakt ist da.


Talente haben wir mit Sicherheit bei uns in der Jugend. Die

aktiven Trainer können sich in der nächsten Saison auf die

"neuen“ aus der A-Jugend freuen. Teilweise spielen ja schon

unsere Spieler aus der A-Jugend in der ersten bis dritten

Mannschaft.

 

Frage 9)

 

Der Fußballsport hat, wie viele andere Sportbereiche auch,

Nachwuchssorgen. Gerade im Jugendbereich sind

Spielgemeinschaften fast schon Standard. Wie kann es

zukünftig gelingen, die Kinder wieder bis zum Aktivenalter

heranzuführen?

 

Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass die Kinder und

Jugendlichen Sport machen. Wenn sie sich dann am Ende für den

Fußball entscheiden, ist das für uns natürlich umso schöner.


Sehr schwierig ist es, heutzutage eigentlich fast unmöglich, einen

Jahrgang durch die komplette Jugend zu führen. Viele

wechseln da die Sportart. Was aber aus meiner Sicht viel

schlimmer ist, dass die Prioritäten anders gesetzt werden. Viele

kommen wann sie wollen, sitzen nur noch am Handy oder vor

dem Fernseher, hier muss man aber auch die Eltern in die

Pflicht nehmen. Die interessiert es teilweise nicht ob ihr Kind auf

einmal mitten in der Saison aufhört. Früher hat man

zumindest die Saison beendet, aber war nicht mitten drin weg.

 

Frage 10)

 

Der TURA ist ja zwischenzeitlich einer der größten

Mehrsparten-Sportvereine im Landkreis. Was sollte gerade

im Nachwuchsbereich unbedingt realisiert werden, was läuft

gut, was läuft weniger gut?

 

Ich muss ehrlich sagen, dass das Angebot für den Jugendbereich

super ist bei uns. Eigentlich ist für jedes Kind eine Sportart

dabei, angefangen für die kleinsten beim Kinderturnen.


Was natürlich nicht so gut läuft, ist die Unterstützung der

freiwilligen Helfer. Jede Sportart, jede Abteilung braucht Trainer

und Betreuer. Hier kann man nie genug haben.


Als nächstes fände ich schön wenn wir eins realisieren könnten.

Ich denke neben unserem neuen Gebäude am Sportplatz

und unserem Jugendbus käme so ein Kunstrasenplatz bestimmt

super!

 

Zum Schluss möchte ich noch etwas sagen. Ich möchte mich ganz

herzlich bei Joachim „Resi“ Rößler bedanken. Seit sieben

Jahren arbeite ich jetzt mit ihm zusammen und er hat zu jederzeit

immer ein offenes Ohr und hat mich noch nie hängen

lassen wenn ich seine Hilfe brauchte.


Außerdem möchte ich mich auch noch bei Erich Krumrein,

Werner Pfänder und Wolfgang Meiner bedanken. Ohne Sie wäre

ich schon oft am Sportgelände Steinach aufgeschmissen gewesen.

Danke euch!!

 

Dein Tipp für die Spiele am Wochenende:

 

TURA Untermünkheim : SV Fellbach 1:0

SC Ingelfingen : TURA Untermünkheim II 0:3

SC Ingelfingen II : TURA Untermünkheim III 1:4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mutlu Metin

Trainer Landesliga-Team und Abteilungsleiter Fußball

 

Zur Person: 

Alter:   43

Familienstand: verheiratet

Kinder:          2 Kinder (2 Mädchen Aimee und Emma)

Wohnort:       Übrigshausen

Beruf:             Mitarbeiter Allianz Versicherungsbüro

Bisherige Vereine:      Berlin Hertha 03, Hertha BSC, VFR Aalen, Sportfreunde SHA, Crailsheim und TURA

Größte sportliche Erfolge: A-Jugend Deutscher Meister

Hobbys (außer Fußball): Snowboarden, Reisen

Bevorzugtes Essen: vieles

Bevorzugtes Getränk:   vieles

 

Hallo Mutlu, die Hinrunde der Saison 2016/2017 ist zu Ende (Landesliga) bzw. geht an diesem Wochenende zu Ende (Kreisliga A-Team). Beide Teams stehen auf dem letzten Tabellenplatz. Worin siehst du die Gründe für die derzeitige desolate sportliche Situation?

Desolat würde ich die Situation nicht bezeichnen. Wir haben in der Landesliga sehr viele junge Spieler, die ihre Erfahrungen sammeln müssen und sich jetzt in einer Übergangszeit befinden. Dazu gehören auch Niederlagen, leider waren es nun mehr Niederlagen als Erfolge. Man hat aber gesehen, dass die Jungs nicht aufgeben und sie haben auch dazugelernt. .

In der 2. Mannschaft wird das Pech auch irgendwann einmal wieder ins Glück übergehen. Allerdings, eine alte Fußballerweisheit, man muss sich das Glück auch erarbeiten. Die Jungs werden das schaffen, weil sie einfach besser spielen können.

Beleuchten wir zunächst die Situation unseres Landesliga-Teams. Nach einem völlig verkorksten Saisonstart mit sieben Niederlagen stabilisierte sich das Team in der Mitte der Runde um jetzt nun wieder abzufallen. Du bist nun als Interimstrainer der bereits dritte Verantwortliche für das junge Team. Wie sehr belastet diese „Unruhe“ die Mannschaft und wie geht in Sachen „Trainer“ weiter?

Hier muss ich zum wiederholten Male den Jungs ein großes Lob ausspreche. Die ganze Situation mit den Trainern und dem Umfeld, auch der negativen Presse, etc. haben Sie wirklich sehr gut weggesteckt. Dies zeigt, dass die Mannschaft einen sehr guten Charakter hat.

Die Trainer Frage kann ich leider nicht genau beantworten, da bitte ich um Verständnis,, aber wir sind dran eine gute und für Mannschaft, Verantwortliche und Mannschaft passende Lösung zu finden.

Du bist nicht nur für das Training verantwortlich sondern bist auch noch Abteilungsleiter. Ist dies zeitlich überhaupt zu schaffen? Wie sieht denn die Aufgabenverteilung innerhalb der Fußball-Abteilung aus?

In diesem Zusammenhang muss ich Volker Häfele und Alexander „Paul“ Pavlic auch mit ins Boot nehmen, die mir hier und jetzt auch die Möglichkeit geben, Abteilungsleiter und Trainer zu machen. Ohne Ihre Hilfe wäre das so nicht möglich!. Sie nehmen mir in der Situation als Interimstrainer eine Menge Arbeit ab. Aber es sind noch einige Baustellen trotzdem da, die ich dann noch machen muss…aber nicht so viele dann mehr.             

Dabei kann ich mich dann aber auch an Rainer Kircher und Horst Marlok wenden, die mich dann da auch unterstützenJ!!!

Während die sportliche Situation des Landeslia-Teams nicht völlig überraschend kommt war der Verlauf der Vorrunde unserer 2. Mannschaft überhaupt nicht vorhersehbar gewesen. Gerade mal ein Sieg und vier Unentschieden konnte das Team von Marius Dambach vorweisen, ist abgeschlagen Tabellenletzter. Wie konnte es dort soweit kommen und was ist angedacht, damit in der Rückrunde der Erfolg zurückkehrt. Immerhin spielte unser Team in den vergangenen Jahren um den Aufstieg in die Bezirksliga mit?

Eine gute Frage…! Ich denke, hier gab es schon zu Saisonbeginn personelle Probleme. Abwesenheit durch Urlaub, Arbeit im Auslang.. Doch es hat sich die letzten Wochen auch was getan. Marius Dambach macht seine Arbeit sehr engagiert und ist natürlich auch sehr ehrgeizig. Ich denke hier werden wir früher oder später auch gute Resultate wieder sehen.

Fraglos befindet sich der TURA-Fußball sportlich in einer Krise. Die Fans, viele Jahre verwöhnt, gehen durch ein Tal der Tränen. Gibt es eigentlich ein langfristiges Konzept im TURA-Fußball? Wenn ja, wie sieht ein solches aus? In welche Richtung soll sich der TURA-Fußball in den nächsten 5 Jahren hin entwickeln

Der TURA –Fußball ist verwöhnt von den letzten Jahren, gar keine Frage. Alleine der Höhepunkt mit dem Verbandsliga-Aufstieg. Dies wird bestimmt für die nächste Zeit das Highlight bleiben.. Aber unsere Philosophie geht in die Richtung junge Spieler aus der Jugend bei uns oder die bei uns mal waren. Die wollen wir zurückholen und langsam was aufbauen. Genauso wollen wir aber auch junge Spieler aus unserer Umgebung holen, die den Sprung bei den derzeitigen Verbandsliga-Mannschaften Ilshofen und Schwäbisch Hall nicht direkt schaffen. Da ist die Landesliga doch eine gar keine so schlechte Option.

Die Infrastruktur rund um das Steinach-Sportgelände wurde ja deutlich verbessert. Überhaupt gab es gegenüber den letzten Jahren viele Veränderungen. Was wurde verändert und wie soll sich deiner Meinung nach das Vereinsleben gerade „unten am Steinach“ in der Zukunft entwickeln?

Also da hat sich einiges schon geändert, alleine jetzt nach dem Spiel ins Vereinsheim zu kommen, macht einfach riesen Spaß. Leider ist hierbei noch viel Arbeit intern zu leisten(momentan betreibt es „Paule“ fast alleine!)

Ich würde mir da einige Helfer oder Freunde wünschen, die sich da beteiligen würden um es noch besser hinzubekommen. Vor einigen Wochen hatten wir ein Oktoberfest hier, das war sowas von geil und hat Spaß gemacht, aber wie gesagt man braucht auch Helfer und Freiwillige dafür….

Mit dem heutigen Spiel gegen Schornbach beginnt die Rückrunde. Im Vorrundenspiel führten wir lange, mussten dann aber zum Ende des Spiels noch zwei Gegentore hinnehmen. Wie hast du dieses Spiel noch in Erinnerung und mit welcher Taktik, mit welcher Einstellung, werden wir heute ins Spiel gehen?

Ich denke das war damals schon ein Spiel wo man gesehen hat das wir eine junge Truppe sind und uns Erfahrung gefehlt hat. Ich glaub die gleichen Fehler werden wir nicht nochmal machen gegen den gleichen Gegner…! Ich muss aber Schornbach auch ein Kompliment machen und auch sagen, dass Sie mich ein wenig an unsern TURA erinnert von damals als wir aus der Bezirksliga aufgestiegen sind. Eine gute eingespielte Truppe mit gutem Offensivkräften Daher wird es ein schwieriges Spiel. Wir müssen wieder zu unseren alten Taten zurück kehren und da Anfangen wo es weh tut.., beim Kämpfen und Laufen und dann sehen wir was dabei rauskommt!

Wie sehr freust du dich auf die nun bevorstehende Winterpause? Wann beginnt ihr mit dem Training für die Rückrunde und wird es dort dann bereits personelle Veränderungen bei den Spielern geben?

Darauf freue mich wirklich. Die Familie und auch die Freizeit leiden doch sehr unter dem wöchentlichen Trainings- und Spielrhythmus. Da muss einiges zurückstecken.   Die Rückrunde mit der Vorbereitung fängt Anfang Febuar an. Zwecks neuer Spieler sind wir an Spielern dran, wobei das schwierig werden wird, da ja die Ablösesummen frei verhandelbar sin. Ich hoffe aber, dass wir was hinbekommen werden.

Am heutigen Samstag sollen ja gleich drei Heimspiele hier in Untermünkheim stattfinden. Ist dies logistisch überhaupt möglich? Wie könnte ein solche Heimspieltag aussehen? Am Abend findet dann ja das Bundesligaspiel Dortmund gegen Bayern statt. Kann dies im Steinach gemeinsam angesehen werden?

Also natürlich hängt das auch vom Wetter ab, aber ansonsten kriegen wir das hin. Wir haben ja die Möglichkeit auf 2-3 Plätze( mit Haagen)  die Spiele anzusetzen. Und wenn dann noch ein Topspiel am Wochenende in der Bundesliga ist, umso schöner dann können wir alle gemeinsam das Vereinsheim füllen und dort das Spiel zusammen anschauen…

Ich möchte noch auf diesem Wege Markus ( Kusskuss) Klässing alles Gute und eine schnelle Besserung Wünschen!

Er hatte sich letzte Woche in Dimbach(Spiel der 2. Mannschaft) beim Zusammenprall mit dem Gegner die Rippe geprellt, ein dabei entstandener Bluterguss musste operativ entfernt werden. In diesem Sinne Kus Kus, komm schnell wieder auf die Beine und Gute Besserung…J!!!!!

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

TURA Untermünkheim   : TSV Schornbach           2:0

TURA Untermünkheim II  : TSV Mainhardt           2:1      

TURA Untermünkheim III : TSV Mainhardt           3:0

 

 

 

Alexander „Paul“ Pavlic

Mehr als nur Betreuer

 


Zur Person:

Alter:   40

Familienstand: ledig

Kinder:  keine

Wohnort: Michelfeld

Beruf:   Mechaniker

Bisherige Vereine:      TSV Sulzdorf, SV Tüngental, SC Steinbach, SSV Hall

Größte sportliche Erfolge: Stadtmeister, Aufstieg Bezirksliga

Hobbys (außer Fußball): Hund , Fotografie

Bevorzugtes Essen: Sauerbraten

Bevorzugtes Getränk:   Pils

 

Hallo Alex, schön, dass du dir Zeit für das Interview nimmst. Wir haben deine Tätigkeit beim TURA mit „mehr als „nur“ Betreuer genannt. Versuch mal kurz aufzuzählen,  wie eine normale Woche im Leben eines „Paul“ Pavlic aussieht und welche Aufgaben rund um den TURA-Fußball von dir erledigt werden?

Hallo zusammen,

Montags, Dienstags und Donnerstags bin ich dafür verantwortlich dass alles rund um den Trainingsbetrieb läuft. Freitags fahre ich meinen Neffen ins Training und trainiere gelegentlich bei der Dritten mit wie es die Zeit erlaubt.

Samstags zum Spiel sorge ich dann dafür, dass alles reibungslos läuft von der Mannschaft bis hin zum Bewirtungspersonal. Sonntags bin ich dann fast immer auch bei der zweiten und dritten dabei um die dann auch etwas zu unterstützen da mir die beiden Mannschaften auch am Herzen liegen. Hinzu kommen die Thekendienste Dienstags zur Champions League und Freitags zur Bundesliga.

Dies ist eines meiner großen Ziele, das Vereinsleben und die Kameradschaft in unserem neu gebauten Fussballtempel voran zu treiben. Ich bin überzeugt davon, dass wir davon auch auf dem Platz profitieren werden wenn es im Vereinsheim gut läuft.

Wie kam es eigentlich dazu, dass du vor einigen Jahren zum TURA gewechselt bist? 

Mutlu hat mich damals gefragt ob ich mir das mit ihm vorstellen könne. Da wir schon zusammen beim SSV agierten und ich einige Untermünkheimer von früher kannte war es eine schnelle Entscheidung.

Wie sah denn deine eigene fußballerische Karriere aus? Wo gab es denn da „Höhen und Tiefen?

Meine beste Zeit hatte ich in Sulzdorf mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. Leider sind wie nach nur zwei jahren wieder runter und ich habe mir da meinen ersten Kreuzbandriss geholt.

Ich bin dann zurück in meinen Jugendverein Tüngental und habe mich wieder ran gekämpft und dann wieder schwer verletzt und wieder heran gekämpft.Wir hatten in Tüngental die besten Einzelspieler der Liga aber leider waren wir keine Mannschaft, so dass der Erfolg ausblieb.Mit 30 jahren wechselte ich dann ins Trainergeschäft, erst Tüngental A-Jugend dann SC Steinbach als Hauptverantwortlicher und ein paar Jahre später dann mit Mutlu beim SSV Hall und der Rest ist ja bekannt .

Wir können uns vorstellen, dass deine Laune beim Blick auf die derzeitigen Fußballtabellen abrupt in den Keller geht, immerhin stehen unser Landesliga-Team und vor allem auch unserer „Zweite“ auf Abstiegsplätzen. Wie bekommst du den Kopf wieder frei und was stimmt dich hoffnungsfroh, dass auch wieder „bessere Zeiten“ kommen werden?

Nein, meine Laune ist gar nicht im Keller ! Wenn ich sehe wie sich die Mannschaften in den letzten Wochen im Training und in den  Spielen präsentieren dann stimmt mich das sehr optimistisch für die nächsten Wochen.

Jetzt geht es im letzten Heimspiel der Vorrunde gegen Pflugfelden. Das Team wurde letzte Woche herb von Rutesheim abgeklatscht. Wie wichtig ist heute ein Sieg und wie bereitest Du dich auf ein solches Heimspiel vor? Welche Aufgaben stehen denn eigentlich rund um einen Heimspieltag an?

Ein Sieg heute wäre sehr wichtig um unseren positiven Trend fortzusetzen.Pflugfelden wird heute sicherlich etwas wieder gut machen wollen, deshalb erwarte ich ein sehr knappes und kampfbetontes Spiel.Meine Vorbereitung zum Spiel beginnt schon in der Trainingswoche in der ich dann versuche so viel wie möglich für den Spieltag vorzubereiten.Sprich, das ganze Equipment und Verpflegung bereitstellen.

Falls einer aus dem Bewirtungsteam ausfällt nach Ersatz schauen und die ganze DFB Net Geschichte mit Aufstellung an unseren Stadionsprecher weiterleiten.Und was dann halt noch so kurzfristig anfällt…

Man sieht dich ja fast ständig in Begleitung deines Hundes „Jamie“. Es scheint so zu sein, dass er nicht ohne dich und du nicht ohne ihn kannst. Täuscht dieser Eindruck? Warst du schon immer „Hundefan und was ist das Besondere an „eurer Beziehung

Der Eindruck täuscht nicht. Wir haben eine tolle Beziehung J

Ich hatte schon als Kind einen Hund , also schon immer Hundefan ja. Ihm ging es bei seinem Vorbesitzer nicht so gut und er dankt es mir jeden Tag dass er bei mir sein darf und andersrum genauso.

Wie sehr freust Du dich auf die Winterpause? Wird es dir da nicht irgendwie langweilig werden? Mit was beschäftigst Du dich gerade in der fußballfreien Zeit

Winterpause ist für mich noch sehr weit weg. Ich denke nicht das es mir da langweilig wird Da stehen ja dann viele organisatorische Dinge an für die Vorbereitung und Rückrunde.In meiner fußballfreien Zeit kümmere ich mich verstärkt um meinen Hund der ab und zu etwas zu kurz kommt.

Wir haben jetzt mit dem Vereinsraum direkt am Sportplatz eine fast schon ideale „Location“ für alle Fußballer und Fans. Wie wird aus deiner Sicht die neue Möglichkeit zur Kameradschaft und zum Austausch angenommen? Wo besteht Verbesserungsbedarf und was läuft schon ganz gut?

Eine richtig geile Hütte ist das geworden ! Mir geht jedesmal das Herz auf wenn ich ins Vereinsheim gehe.Ich sehe da aber noch viel mehr Potential aber wir sind da erst am Anfang.

Der TURA hatte ja jahrelang keine so zentrale Anlaufstelle. Das muss sich erst noch Entwickeln und finden.

Über zusätzliche Unterstützung wäre ich hier sehr froh. Manchmal finde ich es schon etwas traurig das mir, der erst drei Jahre im Verein ist, mehr an solchen Dingen liegt wie Leuten die schon ihr ganzes Leben lang hier sind. Bitte dies nicht als Kritik verstehen sondern als Ansporn.

Wie schon in Antwort zu Frage 1 erwähnt, bin ich überzeugt davon dann auch auf dem Platz profitieren werden.

Neben „Jamie“, dem Hund, ist deine zweite große Liebe ja auch noch der VfB aus Stuttgart. Wie sehr hast du in der letzten Saison gelitten und wie beurteilst du den bisherigen Saisonverlauf deiner „zweiten Flamme“?

Als gebürtiger Cannstatter leide ich leider immer noch. Ich finde die Mannschaft noch nicht gefestigt genug und somit fehlt ihr auch die Konstanz. Die Vereinsführung gibt in diesen Tagen kein gutes Bild nach außen ab.Sehr positiv sind die Zuschauerzahlen trotz Liga zwei.

Es ist unzweifelhaft: Der TURA-Fußball befindet sich gerade in einer großen sportlichen Krise. Der TURA-Fan leidet fast schon Woche für Woche. Wo siehst Du den TURA-Fußball in den nächsten Jahren und worin liegen auch die Chancen in einer solch schwierigen Situation?

Den TURA-Fußball sehe ich in den nächsten Jahren als attraktive Adresse für Zuschauer und Spieler mit einem tollen Vereinsleben. In sportlich schwierigen Zeiten zeigt sich was alles Wert ist. So viel wie wir alle für den Erfolg arbeiten werden bald wieder bessere Zeiten kommen.Diese Zeit dann zusammen überstanden zu haben wird uns dann noch mehr zusammen schweißen.

Dein Tipp für das Spiel am Wochenende:

TURA Untermünkheim   : TV Pflugfelden    2:0

SV Dimbach  : TURA Untermünkheim II      2:3

Seite 1 von 2
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.