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Nachgefragt bei Andreas Volz

Andreas VolzSpieler beim TURA Untermünkheim

Zur Person:

Alter:                    
31 Jahre alt
Familienstand:      verheiratet, 1 Kind (Samia, 10 Monate alt)
Wohnort:                Michelfeld-Rinnen
Beruf:                     Polizeibeamter
Bisherige Vereine: TSV Michelfeld, Sportfreunde Schwäbisch Hall,
                               Stuttgarter Kickers, TSG  Backnang,
                               Sportfreunde Schwäbisch Hall,
                               Spielvereinigung Satteldorf-Gröningen, 
                               TURA Untermünkheim
Bisherige Erfolge:  Aufstieg mit TURA Untermünkheim in die Verbandsliga,
                               2x Aufstieg in die Landesliga und 2x Bezirkspokalsieger mit der
                               Spielvereinigung Satteldorf-Gröningen, 2x Deutscher 
                               Polizeimeister mit der BW-Auswahl
Hobby:                    Snowboarden, Family
Lieblingsgetränk:   Cola-Weizen
Lieblingsessen:      Maultaschen in allen Variationen
Lieblingsverein:     Borussia Dortmund


Hallo Andi, vielen Dank, dass du dich für das Interview zur Verfügung stellst. Am vergangenen Wochenende habt ihr einen wichtigen Auswärtspunkt in Böblingen geholt. Wie war die Stimmung nach dem Spiel?
Die Stimmung war nach dem Spiel eigentlich gemischt. Auf der einen Seite haben wir nach dem Rückstand noch aufgeholt und auch den verdienten Ausgleich geschafft, auf der andern Seite hatten wir allerdings auch noch die Chance zum Sieg. Die kämpferische Einstellung hat insbesondere nach dem Platzverweis für Vishar auf jeden Fall gestimmt. Wir wollten dort unbedingt etwas mit nach Hause bringen. Deshalb war es insgesamt doch ein gelungener Sonntagnachmittag.

Wie lange dauert es eigentlich bis du nach so einem solchen Spiel wieder den Kopf frei bekommst?
Durch die relativ lange Nachhausefahrt von Böblingen geht das Abschalten eigentlich  schnell. Wenn ich dann Zuhause bin und mich mit meiner kleinen Tochter beschäftige, sind eigentlich die Gedanken schon wieder völlig frei und das Spiel gar nicht mehr richtig in meinem Kopf.

Die Vorrunde lief beim TURA sehr holprig. Im Moment kämpft ihr gegen den Abstieg. Wie gehst du und auch deine Teamkameraden mit dieser Situation um?
Es war so, dass ich mir insgeheim schon dachte, dass die zweite Verbandsliga-Saison  schon etwas schwieriger wird. Das hat sich dann jetzt letztendlich auch so bewahrheitet. Allerdings hatten wir uns ja auch mit einigen guten Spielern verstärkt, so dass ich doch recht zuversichtlich in die Runde gegangen bin. Jetzt sind wir in einer Situation angekommen, wo die gesamte Mannschaft gefragt ist, ich bin mir allerdings sicher, dass wir gemeinsam den „Karren wieder aus dem Dreck ziehen“ und uns Stück für Stück aus der Abstiegszone kämpfen.

Zur Winterpause gab es einen Trainerwechsel. Welche sind denn für dich die größten Unterschiede zwischen Fredi Skurka und jetzt Patrick Rost?
Ich denke, dass wir mit Patrick Rost einen sehr guten Trainer bekommen haben. Er legt sehr viel Wert auf Taktik, Disziplin und Fitness. Mit der Trainingsvorbereitung jetzt zur Rückrunde war ich persönlich sehr zufrieden, auch wenn es durch die Witterungsverhältnisse wirklich nicht immer ganz einfach war.

Viele Nachwuchsspieler lesen ja gern das TURA-Interview. Sicherlich interessiert es sie wie bist du eigentlich zum Fußball  gekommen und wie hat sich deine Karriere entwickelt?
Mein Weg als Fußballer war auf jeden Fall familiär vorgezeichnet. Es war so, dass mein Vater und auch mein Onkel alles aktive Fußballer waren. So war es nicht verwunderlich, dass mich mein Vater schon als kleiner Steppke immer auf den Sportplatz mitnahm und mit meinem Bruder und mir kickte. Ich wurde immer auch von meinen Eltern gefördert. Es war dann auch so, dass ich ja in der Jugend bei den Stuttgarter Kickers gespielt habe. Da wurde ich dann immer auch viel gefahren und so hat sich das letztendlich entwickelt. Es waren drei Jahre, in welchen mich meine Eltern mehrmals wöchentlich nach Stuttgart gefahren haben. Das war schon ein riesiger Aufwand. Mit 20 habe ich bei der Polizei angefangen und auch dort konnte ich dann mein Hobby recht gut mit dem Beruf vereinbaren und letztendlich habe ich dort ja dann auch viel in der Landesauswahl gespielt.

Welche Tipps würdest du den jungen Spielern mit auf den Weg geben, damit sie langfristig Erfolg haben?
Sicherlich ist der Ehrgeiz eines jeden Spielers mit ausschlaggebend für den Erfolg. Allerdings habe ich in meiner Karriere erlebt, dass man auch die Fähigkeit haben muss nach Niederlagen oder auch nach längeren Durststrecken wieder erfolgreich zu sein und nicht den Kopf hängen zu lassen.

Du hast ja schon als Fußballer vieles erlebt. An welches Ereignis denkst du denn noch heute ganz besonders gerne nach? 
Lange in Erinnerung bleiben mir sicherlich all meine Erfolge, wie z. B. diverse Meisterschaften, verbunden mit Aufstiegen oder auch Pokalsiege. Mit Satteldorf-Gröningen habe ich ja zweimal den Hohenloher Bezirkspokal gewonnen. Und wie kanns auch anders sein, dabei habe ich meine Frau Fiona kennengelernt.
Negative Höhepunkte waren bei mir sicherlich relativ schwere schmerzhafte Verletzungen an Schulter und Ellenbogen, die doch eine längerfristige Pause nach sich zogen.

Nun geht es gegen Neckarrems, den Absteiger aus der Oberliga, mit welcher Einstellung gehst du persönlich in dieses Spiel?
Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht ja die Situation, da heißt es nur Kampf Kampf Kampf. Es muss jedem bewusst sein, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen müssen und dementsprechend erwarte ich auch absolute Motivation. Alles andere ist nebensächlich. Dann ist auch gemütliches Kabinenfest im Anschluss zu erwarten und ein erfolgreicher Einstand des Trainers und Käptains zu feiern.
 
Dein Tipp für dieses Spiel?
Ein hartes Spiel mit einem 3:1 Sieg für uns.

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